Author: mattias

  • Randnotizen, 6. September 2008: Android, Captchas, Netbooks

    Und wieder einmal die relevanten Ereignisse der Woche in der Kurzzusammenfassung:

    • Netbooks: Es ist nicht mehr schön: nun wird auch die Marke Commodore wieder ausgegraben. Boingboing titelt “Marken-Negrophilie”. Unterdessen starten die Chinesen mit ihrer eigenen Interpretation des 100$-Notebooks. Allerdings mit einem Prozessor mit MIPS-Befehlssatz, für den möglicherweise keine Lizenzen vorhanden sind (die dürften das Gerät dann nochmal fünf bis zehn Euro teurer machen). Das Dell Inspiron Mini 9 wird nun ausgeliefert — ohne F-Tasten und zunächst wohl auch ohne Ubuntu. Diese Woche habe ich ich einen EeePC 900A erhalten und werde in der Folge Ubuntu-Images auch für die Atom-Gerätchen anfertigen. Einen kleinen Blick in die Atom-Zukunft hat Engadget: Erst Herbst 2009 sollen die Pineview-Prozessoren mit integriertem Grafikkern erscheinen.

    • Android: In der Android Developer Challenge stehen nun die Gewinner fest. Die Sieger-Apps verbinden auf geniale Art und Weise Kamera, Web und den per aGPS ermittelten Standort. Bitterer Beigeschmack: Google kannte bislang nur unser Surfverhalten, wer die vorgestellten Anwendungen intensiv nutzt (nur zu verlockend), liefert dem Suchmaschinengiganten auch seine Standortdaten frei Haus

    • Unsere Server: Aus technischen Gründen laufen derzeit die meisten Sites auf der kleinen Maschine, die deshalb stellenweise zäh zu erreichen war. Nun ist der größte RAM-Nutzer identifiziert: Der hinter Jochens www.odsport.de steckende Kater will wenigstens 400MB für sich haben. Jochen musste deshalb schon auf die schnelle Maschine umziehen. Stattet ihm doch einen Besuch ab. Mittelfristig wandern alle Webserver auf die schnelle Maschine, die Mailsysteme auf die langsame, dann sollte es wieder mit gewohnter Geschwindigkeit gehen.

    • Schräg: ZDnet hat herausgefunden, warum auch komlexe Captchas heute schnell geknackt sind: Da sitzen in Indien Menschen vor dem Computer, die Captchas in einer Rate von je bis zu fünfhundert Stück pro Stunde lösen. In diesem Fall helfen nur Textaufgaben wie : “Berechnen Sie die Summe aus der dritten Wurzel von siebenundzwanzig und dem Produkt aus fünf und der Quadratwurzel von einhunderteinundzwanzig!”

  • Chrome-Großdeutschland — Gewinnspiel

    Der Chrome-Comic lädt zu Manipulationen ein. Gerade die Veranschaulichung komplexer Sachverhalte in wenigen Strichen zwingt geradezu zu Modifikationen. Boingboing weist auf einige ironische Interpretationen hin. Großdeutschland (Seite 13) ist nicht dabei.

    Was könnte in diesen Sprechblasen stehen?

    Die Spielregeln sind einfach: Ihr füllt die Sprechblasen aus und hinterlasst Links, Trackbacks oder schickt mir Eure Interpretation per Mail. Nächsten Freitag werden wir im kleinen Team dann den Gewinner auslosen. Der oder die Gewinnerin bekommt einen Kasten Reudnitzer oder zwei Flaschen Wein von meinem Lieblingsweingut. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

    Zum Thema

    Trackbacks sind angeschaltet…

  • Warum normale Anwender die Finger von Chrome lassen sollten

    Gestern habe ich erklärt, warum Webentwickler mit Google Chrome testen sollten und warum Chrome einen positiven Einfluß auf die Zukunft des Browsermarktes allgemein haben wird. Dafür bin ich vor allem auf technische Neuerungen eingegangen. Heute möchte ich mich mit den Implikationen für normale Surfer auseinandersetzen. Dass Chrome für den Alltagseinsatz noch nicht empfohlen werden kann, hat vor allem Gründe, die in Googles Sicht der Welt zu suchen sind.

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  • Warum das Web Google Chrome braucht

    Seit zwei Tagen ist Google mit einem eigenen Browser am Markt, der wie kaum ein anderes Produkt polarisiert.
    Während die einen einen neuen Browserkrieg am Horizont ausmachen, ächzen andere über die vermeintliche Fragmentierung des Netzes.
    Doch Chrome kommt gerade recht: Lesen Sie, warum bald jeder Surfer von Chrome profitieren wird, selbst wenn er den Google-Browser nicht einsetzt. (more…)

  • Randnotizen, 29. August 2008: Netbooks, iPhone 3G, Servertrouble

    Und hier wieder einmal Notizen, die keine eigenen Einträge rechtfertigen:

    • Servertrouble: Vor drei Wochen habe ich einige Wartungsarbeiten an zwei meiner Server vorgenommen: Neben größeren Festplatten bekam die neuere Maschine 2x1GB DDR400 verpasst, die bislang eingebauten Riegel (2x512MB DDR400) wanderten in die kleinere Maschine. Alles lief drei Wochen gut, dann schmierte die große Maschine ständig ab. Die Ursache war recht schnell gefunden: Kaputter Arbeitsspeicher. Aber warum ließ sich die kleine, immer synchrone Maschine nicht sauber anfahren? Freezes, offenbar kam der Chipsatz nicht mit den DDR400-Riegeln klar. Ich war am Mittwoch in Nürnberg und habe alles in Ordnung gebracht. Insgesamt waren Domains wie cdprojekte.mattiasschlenker.de, eeepc.mattiasschlenker.de und blog.rootserverexperiment ab Dienstag Abend bis Mittwoch Nachmittag nur sporadisch erreichbar.

    • Netbooks: Die Vielfalt ist kaum noch zu überschauen, jetzt stößt auch FSC dazu und führt bunte Oberschalen ein. Gut für den Wiederverkaufswert, wenn man eine zurückhält und die verratzte vor dem Verkauf wegwerfen kann. Asus bietet ab September den 1000H mit Festplatte an, der auch preislich nahe am Akoya E1210 liegt. Nett sind die Tablet-Only-Geräte von NEC — als 9- oder 10-Zöller mit Aufsteller und Bluetooth für die Tastatur wäre das genial. Man könnte die fürs N800 gekaufte (und auch von mir mit dem E50 zweckentfremdete) Klapptastatur so einem weiteren Einsatzbereich zukommen lassen. Oder eine schnuckelige Apple-BT-Tastatur kaufen.

      Für Netbook-affine Nutzer habe ich ein neues Image des Ubuntu-USB-Installers erstellt, der auf dem Daily Snapshot von heute basiert (ubuntu-8.10-alternate-alpha4-20080829-i386.usb.zip). Download hier. Installation wie hier beschrieben. Positiv: Jetzt funktioniert die gesamte Hardware des EeePC 701 (und wahrscheinlich 900) out of the box.

    • iPhone 3G: Es ist mir fast schon peinlich, dieses Gerätchen zu erwähnen und ich suche auch schon fleißig nach den positiven Seiten. Immerhin gibt es eine schöne Erklärung dafür, dass in Gegenden mit hoher iPhone-Dichte (von denen viele noch nicht auf die Firmware 2.0.2 aktualisiert sind), der 3G-Empfang immer noch schlecht ist. Das impliziert aber auch, dass wir Nutzer sauberer 3G-Hardware einen Grund haben auf iPhone-Nutzer böse zu sein, die nicht auf 2.0.2 aktualisieren. Firmware 2.0.3 dürfte auch bald kommen, schließlich gibt es da einen bösen Bug, mit dem man das Gerätepasswort umgehen kann. Immerhin scheint sich auf dem Weg zum Tethering etwas zu tun. Ich befürchte, dass am Ende eine Zubuchoption zum Mobilfunkvertrag steht, welche das getetherte iPhone nochmals teurer macht. Gegen die NDA regt sich nicht nur Widerstand, laut Heise haben auch einige Entwickler eine juristische Lücke gefunden: In Zukunft wird es wohl tausende 1$-Berater-Verträge geben.

    Achja: Dass Steve Jobs noch lebt, heisst nicht, dass er untot wäre. Wie immer war es der Praktikant bei Bloomberg, der im CMS nicht auf “Save”, sondern auf “Publish” geklickt hat. Nicht bei allen Agenturen muss ein Redakteur Texte absegnen…

  • Was ich nicht sehe ist nicht da — das BKA und die Internetsperre

    BKA-Chef Ziercke träumt von einem Gesetz, mit dem Provider dazu verpflichtet werden können, den Zugang zu kinderpornographischen Websites zu sperren — extremistische Inhalte und ähnliches wird ebenfalls genannt. Eine Mischung aus “Great Firewall of China” und NRW-Sperrungsverfügung für die gesamte Bundesrepublik. Auf das alles Böse draußen bleibt. Per Gesetz ein sauberes Netz für Deutschland, auf das all der Schmutz draußen bleiben mag. Zierckes Vorschlag ist an Naivität kaum zu übertreffen: Spätestens seit der öffentlichkeitswirksamen Verteilung des Freedom-Sticks an chinesische Surfer dürfte klar sein, dass sich auch sehr engmaschige Sperrungen einfach umgehen lassen. Doch viel weitreichender als die Tatsache, dass KiPo-Konsumenten auch nach Einführung von Zierckes Gesetz dürften die Implikationen für normale Bürger sein: (more…)

  • Leichenfledderei

  • Ist Datenschutz Täterschutz? Report München flirtet mit dem Polizeistaat

    Verfechter der Vorratsdatenspeicherung argumentieren gerne mit der durch die Sammlung von Verbindungs- und Aufenthaltsdaten angeblich erreichten höheren Aufklärungsquote. Report München setzt noch eins drauf und erklärt promt Datenschutz und Opferschutz zu gegensätzlichen Interessen. Wer sich gegen Vorratsdatenspeicherung ausspricht — so die unterschwellige Botschaft — verhöhnt die Opfer. Drastische nachgestellte Szenen, der geschickte Schnitt, die herausgehobene scheinbare Unvereinbarkeit von Datenschutz und Opferschutz und haarsträubende Fehlinformationen (mutwillige Lügen?) schaffen eine Unbehaglichkeit beim Zuschauer, gegen die man mit Argumenten zunächst kaum ankommt — ein herausragendes Beispiel für die Funktionsweise manipulativer Berichterstattung. (more…)

  • Kernel 2.6.26.3 auf dem Akoya E1210 und MSI Wind

    In den letzten Wochen ging ich zweimal auf den Kernel 2.6.26 und dessen Einsatz auf dem Akoya Mini respektive MSI Wind ein. Mittlerweile habe ich mit einem Vanilla-Kernel auf Ubuntu 8.04.1 komplette Hardwareunterstützng erreicht. Die Hinweise zur Treiberinstallation etc. beziehen sich aber auch auf die Kernel neuerer Distributionen, die 2.6.26 serienmäßig mitbringen beziehungsweise können auf anderen Distributionen eingesetzt werden, da der Kernel ja selbst kompiliert wird. Unter Ubuntu und anderen debianesken Systemen muß libncurses-dev und build-essential installiert sein.

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  • Kernel 2.6.26.3 auf dem Akoya E1210 und MSI Wind

    In den letzten Wochen ging ich zweimal auf den Kernel 2.6.26 und dessen Einsatz auf dem Akoya Mini respektive MSI Wind ein. Mittlerweile habe ich mit einem Vanilla-Kernel auf Ubuntu 8.04.1 komplette Hardwareunterstützng erreicht. Die Hinweise zur Treiberinstallation etc. beziehen sich aber auch auf die Kernel neuerer Distributionen, die 2.6.26 serienmäßig mitbringen beziehungsweise können auf anderen Distributionen eingesetzt werden, da der Kernel ja selbst kompiliert wird. Unter Ubuntu und anderen debianesken Systemen muß libncurses-dev und build-essential installiert sein.

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