Author: mattias

  • Randnotizen, 21. August 2008: EeePC 901, iPhone 3G, Linux-Kernel

    Ereignisse der letzten Tage, die keine eigenen Blog-Einträge rechtfertigen:

    • EeePC 901: Ich habe mittlerweile Unterstützung von meinem Bruder erhalten, der erfolgreich Xubuntu 8.04.1 auf dem 901 installiert hat. Die Installation von USB-Stick verlief soweit problemlos, allerdings erkennt Ubuntu 8.04.1 auf Anhieb weder die integrierte Ethernetkarte noch den WLAN-Chip. Als Ethernet-Chip kommt ATL1E zum Einsatz, für den Asus selbst Treiber bereitstellt (Anleitung hier). Der Treiber befindet sich auch bereits in 2.6.27-rc3 und im gepatchten 2.6.26-1 aus Debian 4.0r4. Nach dem Reboot kann dann der Ralink-WLAN-Treiber mit dem eigentlich für das Akoya E1210 erstellten Script installiert werden.

      Ich werde das Installations-Script für den EeePC so anpassen, dass es anhand der Informationen von lspci die richtigen Treiber erkennt und installiert und so EeePC 701, 900, 900A und 901 abdeckt. Auch werden künftige Images die Netzwerktreiber für alle genannten EeePCs enthalten. Ich bitte allerdings noch um etwas Geduld, da ich “meinen” 900A oder 901 (Testgerät) noch nicht habe.

    • iPhone 3G: Meine von vielen Lesern als Bashing mißverstandene Kritik am iPhone 3G benötigt einige Ergänzungen. So wusste ich zum Zeitpunkt des Schreibens noch nichts von den UMTS-Problemen (Umfrage bei Wired.com), die laut Golem auch mit dem Firmware-Update anhalten, ein Punkt der eher zum Abwarten raten lässt.

      Zum AppStore hat der Entwickler Steven Frank seine Gedanken zusammengefasst. In den Kommentaren tauchte der Hinweis auf, dass sich dank AdHocDistribution der AppStore für Inhouse-Applikationen sehr wohl umgehen lässt. Der Haken: Alle iPhone-IDs müssen bekannt sein, maximal einhundert Geräte können auf diese Art und Weise mit einem Build versorgt werden. Zumindest für kleine und mittelständische Unternehmen relativiert sich damit meine Kritik am Distributionsmodell. Kein kleiner Kunde wäre allerdings die Bank HSCB, die laut darüber nachdenkt iPhones statt Blackberrys auzugeben. Andere Banken sind da vorsichtiger und begründen ihr Zögern vor allem mit der unterlegenden Email-Fähigkeit und der Schwierigkeit, eigene Entwicklungen zu verteilen.

    • Kernel 2.6.26.3 und 2.6.27-rc4: Auf kernel.org steht ein neuer Produktiv- und ein neuer Entwicklerkernel zur Verfügung. 2.6.27-rc4 sollte die eingangs erwähnten ATL1E-treiber für EeePC 901/900A enthalten und neuere USB-Webcams (EeePC, Akoya Mini) unterstützen. 2.6.26.3 kompiliere ich gerade auf dem Akoya E1210. Ich hoffe, dass damit die integrierte Realtek-Ethernet-Karte wieder funktioniert.

    Nachtrag: Irgendwie war ich dem Datum einen Monat voraus. Im Titel korrigiert, eine Korrektur im Slug ist sinnlos.

  • Kausalität des Tages: Arbeitslosigkeit macht krank

    Wir wussten es schon immer: Arbeitslose sitzen zuhause auf dem Sofa, stopfen Chips und schütten Bier in sich hinein, rauchen und verfetten. Die Folge: Zivilisationskrankheiten wie Diabetis und Herzbeschwerden. Jetzt haben wir den Beweis: Eine Studie des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller hat in einer Statistik über den Medikamentenverbrauch festgestellt, dass ausgerechnet in Bundesländern mit höherer Arbeitslosenquote mehr Medikamente verschrieben und verbraucht werden.

    Für VFA- Hauptgeschäftsführerin Cornelia Yzer steht damit fest: “Arbeitslosigkeit macht krank.”

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  • Open Source: Missverständnisse in der FTD

    Offener Brief an die Redaktion der Financial Times Deutschland:

    Sehr geehrter Jörn Petring,

    aktuell findet sich unter ftd.de ein Artikel von Ihnen, der den Eindruck erweckt, die Verwendung von Opensource-Software in eigenen Softwareprodukten stelle ein unkalkulierbares Risiko dar. Dieser Eindruck ist falsch: Das Risiko ist nicht größer als bei der Verwendung kommerzieller Komponenten, oft lassen sich Entwicklungskosten minimieren und die “doppelte Erfindung des Rades” vermeiden. Damit die positiven Kosteneffekte zum Tragen kommen, ist aber wie bei jeder Entwicklung — sei es nun Software, Hardware, ein Auto, ein Computerchip oder ein Toaster — eine Planung des Entwicklungsprozesses notwendig. Ich möchte daher auf einige Punkte Ihres Artikels eingehen, die einer Präzisierung bedürfen oder sich aus meiner Sicht einfach als falsch darstellen.

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  • Nein, das iPhone taugt nicht zum mobilen Admin-Werkzeug

    In den letzten Monaten habe ich mich sehr mit Argumenten zum/gegen das iPhone zurückgehalten. Der Grund: Ich wollte auf Firmware 2.0.x warten, bevor ich mir eine Meinung bilde. Mittlerweile ist 2.0.1 draußen und ich habe mein Meinung gefestigt: Nein, das iPhone taugt weder zum Admintool noch als Kommunikationsinstrument für Berufsgruppen, die besonders auf den Schutz ihrer Kommunikation achten müssen. Warum?

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  • Mit dem Linux-Netbook im Netz: UMTS/HSDPA per USB-Stick

    Als Alternative zum Bluetooth-Handy werden in den letzten Monaten als Zugabe zu reinen Datenverträgen relativ simple USB-Sticks vertrieben, mit denen man per GPRS-, UMTS- oder HSDPA-Verbindung schnell im Netz surfen kann. Da ich mich meist in der Nähe von kostenlosen oder im DSL-Vertrag enthaltenen Hotspots befinde, habe ich mich auf die Suche nach Stick und Datenvertrag gemacht und bin auf die Angebote von T-Mobile und Vodafone gestoßen, bei denen man für 90 bis 100€ unsubventionierte Hardware und eine Prepaid-Karte mit sogenannter “Dayflat” erhält. Beide Angebote unterscheiden sich in Details, WebSessions von Vodafone kennt auch kürzere Zeitfenster (bspw. eine Stunde und wurde deshalb von mir bevorzugt). Als Hardware ist ein Huawei-Stick E172 enthalten, die nachfolgende Beschreibung sollte aber auch für die Modelle E170 (Web’n’Walk-Stick von T-Mobile) und E220 (UMTS-Maus von Vodafone, auch im O2-Branding erhältlich) funktionieren.

    Die Einrichtung eines USB-UMTS-Sticks ist ein wenig komplizierter als die der Einwahl per Bluetooth-Handy, da weniger Logik im Gerät selbst verbaut ist und eine Eingabeschnittstelle fehlt. Das wird beispielsweise bei der SIM-PIN-Eingabe deutlich, die beim Handy per Tastatur erfolgt. Beim USB-Stick muss die Kommunikation daher mit AT-Befehlen erfolgen. Diese in Chatscripten zu automatisieren ist zwar keine extrem komplexe Aufgabe, kann aber zu einer Fleißarbeit ausarten. Da kommt es gerade recht, dass Vodafone ein kleines Linux-Tool anbietet, das die Kommunikation und die Einwahl mit den gängigsten Sticks erledigt und netterweise mit SIM-Karten von fast allen Anbietern funktionieren sollte.

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  • Kein Cable Select?

    Am Mittwoch war ich einige Stunden bei Hetzner im RZ3 wo unsere Server stehen und habe Festplatten ausgetauscht und Arbeitsspeicher nachgerüstet. Bei einer Maschine fiel mir auf, dass kein Cable Select möglich war. Genaueres Hinsehen förderte dies zutage:

    Glücklicherweise hatte ich ein (rundes) IDE-Kabel dabei (als hätte ich etwas geahnt) und nun surrt die betreffende Maschine wieder schön vor sich hin. Was für ein Glück, dass all die Zeit nur Ader 1 durchtrennt war — die daneben sind zwar beschädigt, aber waren noch gut genug um zwei Jahre lang keine Probleme zu verursachen…

  • Mit dem Linux-Netbook im Netz: GPRS oder UMTS via Bluetooth

    Für einen größeren Verlag arbeite ich gerade an einem Artikel über den mobilen Internetzugang mit EeePC und Akoya E1210. Als Arbeitsumgebungen sind Ubuntu 8.04.1 und das Xandros des EeePC vorgesehen. Beide mussten zunächst zeigen, wie gut sie mit Bluetooth-Dongle und einem etwas älteren Nokia-Handy mit BT-Schnittstelle klarkommen. Da Xandros im Auslieferungszustand keinerlei Anstalten machte, Bluetooth einzurichten und das Handy als Modem zu konfigurieren, beschloss ich die Grundkonfiguration auf der Kommandozeile vorzunehmen.

    Stellen Sie zunächst sicher, dass die Pakete bluetooth und bluez-utils installiert sind. Daneben sollte je nach Flavour auch bluez-gnome und gnome-bluetooth respektive kdebluetooth installiert sein. Auf dem Xandros des EeePC ist alles notwendige installiert, mein Ubuntu-Image für den EeePC sollte ebenfalls komplett genug sein. Alle Befehle, denen kein sudo vorangestellt ist, benötigen Rootrechte. Auf dem Xandros des EeePC öffnen Sie das Terminal mit Strg+Alt+T, Rootrechte erhalten Sie mit sudo su.

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  • Ein Ringlé-Teil weniger

    Mitte der 1990er waren Jeff Ringlés aus dem vollen geschnitzte Mountainbike-Teile en vogue wie kaum etwas anderes. Sie waren leicht, stabil und sahen stylisch aus. Auch mich hat ab etwa 1992 der Ringlé-Virus gepackt und meine Räder wiesen entsprechend viele, meist blau oder dunkelgrau eloxierte Teile auf.

    Ringlé Super Bubba kaputt

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  • Kernel 2.6.26.1 auf dem Medion Akoya E1210

    Ich habe heute mel ein paar Minuten damit verbracht, einen Kernel 2.6.26.1 auf dem E1210 für das E1210 zu kompilieren. Als Basis diente der Vanilla-Kernel von www.kernel.org und die Konfiguration von Ubuntus 2.6.24-19. Das erste Zwischenergebnis war ein Kernel der zwar bootete, aber für einen schwarzen Bildschirm sorgte.

    Der schwarze Bildschirm war durch entfernen der Bootparameter quiet splash zu behebn, aber auch danach war nicht alles toll:

    • Ethernet: Der r8169-Treiber wird zwar geladen und eth0 taucht auf, doch eine Verbindung herzustellen ist unmöglich. Entlädt man das Modul und lädt es erneut, zeigt dmesg einen Fehler.

    • WLAN: Erwartungsgemäß lässt sich der Treiber zunächst nicht kompilieren, allerdings hilft dieser Tipp. Die Änderung muss in Zeile 804 erfolgen. WLAN funktioniert dann einwandfrei.

    • Sound: geht nicht. Ich habe nicht weiter geforscht, wahrscheinlich muss ich ALSA frisch kompilieren, was kein größerer Act ist — zumindest wenn man module-assistant dafür heranzieht.

    Ein echter Lichtblick ist die nun mit cheese funktionierende Webcam, Sound und Ethernet sollten auch mit vertretbarem Aufwand zur Zusammenarbeit zu bewegen sein. Etwas Feintuning ist bei der Kernelkonfiguration und den Modulen der Initrd möglich, so dass ich in den nächsten Tagen noch ein paar Stunden investieren kann, bis ich eine alltagstaugliche Lösung präsentieren kann.

  • Fahrraddynamos nerven — und Akkulampen auch…

    …warum dehnt man also nicht das Konzept des regenerativen Bremsens aufs Fahrrad aus?

    Im Prinzip würde ein kleiner Schalter am Bremshebel und ein wenig Elektronik ausreichen, um einen Generator mit — aus dem Bauch heraus — 50 bis 100 Watt nur beim Bremsen zuzuschalten. Soetwas sollte sich doch in der Bauform eines gewöhnlichen Nabendynamos realisieren lassen. Die Energie speichern wir dann in einem schönen Lithium-Ionen-Pack, der im Sattelrohr unauffällig verschwindet. Kein lästiger Dynamowiderstand mehr und nie wieder leere Akkus.

    Jetzt könnte man das Konzept noch weiter denken und ein ganzes Bordnetz aufbauen — mit Computer und Pulsmesser, der so versorgt wird und natürlich der elektronischen Schaltung, welche ab 2009 für die Dura Ace optional wird und dann mit etwas Glück in ein paar Jahren in niedrigere Gefilde vordringt (als Automatik aufm Citybike?).

    Achja: The HURD ist auch in ein paar Jahren fertig und die großen PKW-Hersteller fangen bald an, aufs 42-Volt-Bordnetz umzustellen… Aber man wird doch mal träumen dürfen!