Author: mattias

  • Alles ganz einfach

    In Kundenbeständen habe ich noch einige Warenwirtschaftsserver, die seit ein paar Jahren ohne große Updates laufen. Auf einem tut S.u.S.E. (damals noch mit Punkten) 6.3 seinen Dienst. Diese Rechner wurden nie groß aktualisiert, doch gelegentlich erfordert die sie umgebende Infrastruktur ihren Tribut: mal ist ein neuer Kernel fällig, weil eine Netzwerkkarte gestorben ist und die neue von 2.2.5 nicht erkannt wird, mal will ein RSYNC-Backup in die sich fortentwickelnde Infrastruktur eingebunden werden.

    Ich bin nach vielen Problemen dazu übergegangen, die behutsamsten aller Updates vorzunehmen um Seiteneffekte möglichst auszuschließen. Mein Favorit sind derzeit statisch gegen uClibc und die beim Kunden installierten Kernel-Header gelinkte Binaries, die ich per Softlink gegen die alten austausche. Diese sind kompakt und bereiten praktisch keinen Ärger.

    Beim Kompilieren hilft das uClibc-RootFS-Image (lässt sich Loopback mounten) und ein gutes Dutzend Configure-Flags sowie ein paar nachträglich installierte Bibliotheken (zlib, openssl…).

    Solch eine Aktion mag vordergründig betrachtet dem Kunden teurer kommen als die Lizenzkosten für ein simples Windows-Update. Unterm Strich dürfte jedoch das Unix- oder Linux-System, das einfach mal sieben oder acht Jahre durchläuft mehr Punkte sammeln.

    PS: Der betreffende Host ist nur wenigen Kassenterminals “ausgesetzt”. Das mit dem Hacken braucht Ihr gar nicht erst zu probieren…

  • Geschäftsmodell: Bargeldentsorger

    Die Aktivitäten von Staatsanwaltschaft und Polizei gegen Heros würden “zwangsläufig auch Auswirkungen auf die Bargeldver- und entsorgung” haben.

    Na, das mit der Bargeldentsorgung übernehme ich gerne! Das mutmaßliche Geschäftsmodell von Heros ist nicht schlecht: Kleinvieh macht auch Mist. Bei täglich 600 Millionen transportierten Euro machen “im Laufe mehrerer Jahre entnommene dreistellige Millionenbeträge etwas in der Größenordnung von 0,1 bis 0,5‰ aus — oder ein bis 5€ auf 10.000 transportierte.

    Im Einzelhandel liegt der kalkulierte Schwund (Diebstahl, fehlerhafte Bestandsermittlung) bei 2 bis 3%, also fast 100 mal so hoch — nicht schlecht, dass dennoch jemand misstrauisch wurde.

    Gefunden bei spiegel.de.

  • V1agr@, R0lex und … Chery QQ!

    Chery Spam

    Nach Viagra, gefälschten Rolex-Uhren und allen möglichen anderen Dingen, die der Mensch nicht braucht, haben die Spammer einen neuen Markt entdeckt — chinesische Autos für den Libanon. Den Screenshot gibt es auch größer.

    Ich weiss zwar nicht, warum man mich für einen Libanesen hält (meine .de-Adressen sprechen eher dagegen), aber nach der gestrigen Email-Korrespondenz mit Herrn Schätzl kommt diese Spam genau zum richtigen Zeitpunkt.

    Der Chery QQ ist übrigens eine Raubkopie unautorisierte Kopie des Daewoo Matiz. Der Vierzylinder dürfte ein Daihatsu-Derivat sein (ähemm, natürlich ein Lizenzbau). GM prozessiert bereits seit einigen Monaten in China gegen Chery — ein Auto, bei dem sogar die Türen des Originals passen, ist einfach zu auffällig.

  • Eisbrecher

    Eisbrecher

    Hier in Passau bereitet man sich auf die Schneeschmelze vor. Bei einem “normalen” Hochwasser steht das Wasser dann dort auf der Straße wo jetzt der Bagger steht. Das Bild gibt es auch größer.

    Sollte ich das Auto heute oder lieber morgen wegfahren? Sowohl den 205er als auch den AX hätte es schonmal beinahe erwischt… Ich riskiere es und warte noch 24 Stunden. No risk, no fun!

  • Neuwagen für 3000€

    Die SZ hat in der heutigen Online-Ausgabe einen recht gut gemachten Artikel zur Lage der chinesischen Automobil-Industrie — und darüber, welche Auswirkungen die Entwicklungen im Reich der Mitte auf die europäischen Märkte haben könnten.

    Wie immer, wenn es um Billigautos geht, musste ich einfach meinen Senf dazu geben und habe einen Leserbrief verfasst, der allerdings ob seiner enormen Länge kaum Chancen auf eine Veröffentlichung haben wird. Wer ihn dennoch lesen möchte, darf das hier tun.
    (more…)

  • Mandarinente vs. Ente Mandarin

    Nein, eine Mandarinente ist nichts zu Essen. Meine Lieblingsente ist einfach wunderschön “gezeichnet” und immer, wenn mir eine über den Weg läuft, versuche ich sie zu fotografieren. Letztens im Park von Sanssouci und erst heute wieder am Ilzufer. Leider war heute keine Kamera dabei:

  • Einen schönen Schritt weiter….

    Nachdem meine “Firmenwebsite” nun ewig brach lag, habe ich mich endlich dazu durchgerungen, unter http://news.mattiasschlenker.de/ eine Seite für offizielle Neuigkeiten, Pressemitteilungen und alles was “die Firma” (eigentlich “meine Unternehmung”) angeht zu veröffentlichen. Hintergrund ist ganz einfach, dass meine Leser (=Leute, die am Zeitschriftenstand Geld dafür ausgeben, damit sie mich lesen können) nicht in meinem Blog landen. Privat und geschäftlich hat ja nicht soviel miteinander zu tun. Und “Das Rootserverexperiment” spricht ja auch nur eine kleine Zielgruppe an.

    Ich habe mich am Layout von WP verkünstelt. Ihr könnt mir ja bei Gelegenheit mal mitteilen, wie es Euch so gefällt.

  • Grüße aus Sochaux…

    Na also, geht doch! Heute rief Peugeot Deutschland an und teilte mir mit, dass man die Nachrüstung der Stützteller (siehe Federbruch) “selbstverständlich im Rahmen der Kulanz” übernehmen werde. Mir geht es dabei weniger um die 130€, sondern mehr um die Anerkenntnis, dass auch bei nicht vom Rückruf erfassten Fahrzeugen in vielen Fällen ein Risiko besteht, welches die Nachrüstung der Stützteller sinnvoll erscheinen lässt. Fahrer eines Citroën Berlingo oder Peugeot Partner Bj. 1998 oder früher, die nicht von PSA angeschrieben wurden, sollten sich zunächst an ihren Händler oder gegebenenfalls direkt an Peugeot Deutschland wenden.

    Wer Argumente braucht, darf sich von meinem Brief an die Kundenbetreuung inspirieren lassen.

    Eine offizielle Rückrufaktion über das KBA oder wenigstens die Anweisung an alle Händler, auch bei den Fahrzeugen mit geringerem Risiko die Stützteller beim Kundendienst nachzurüsten wäre mir natürlich lieber — immerhin geht PSA mit den derzeit eintreffenden Anfragen sehr professionell um.

    PS: Tachostand bei Federbruch war gerade mal 243.600km…

  • Klammheimlich…

    …hat Renault nun die Preise für den Dacia Logan 1.5dCi veröffentlicht. Ab 9.650€ ist der kleine Selbstzünder in der Ausstattungslinie Ambiance zu haben. Rechnet man die serienmäßige (und sinnvolle Servolenkung) heraus, beträgt die Differenz zum kleinen Benziner gerade 1.550€. Für 11.200€ erhält man den Lauréate und die Option Klima.

    Mir fällt kein vergleichbar günstiger Diesel ein, Volkswagens Fox ist ohne Klima erst ab 11.500€ zu haben. Sicher dürfte der 65PS (oder 68PS? — laut AMS 68PS) starke 1,5er keine Ausgeburt an Spritzigkeit abgeben, die Version mit 86PS wäre sicher angemessener, vom hervorragenden 100PS 1,5dCi wage ich nicht zu träumen, schließlich handelt es sich beim Logan um ein Vernunftauto, dass so schon als Anti-Status-Symbol (“seht her, ich investiere mein Geld sinnvoller”) gedeutet werden kann.

    Update: Offenbar sind die ersten Logan Kombi auf Testfahrten unterwegs…

  • Suse 9.0 discontinued

    Novell hat soeben damit aufgehört, Suse Linux 9.0 zu supporten. Die Einstellung des Supports für Suse 9.1 folgt im Juni. Daraus lassen sich grob die Supportzeiträume für 9.2 und 9.3 abschätzen: die ohnehin kaum eingesetzte 9.2 dürfte zwischen Dezember und März 2007 eingestellt werden,
    9.3 zwischen Juni und Oktober 2007.

    Wer sich jetzt einen Rootserver mit Suse 9.3 holt, muss wahrscheinlich nach weniger als anderthalb Jahren ein volles Update mit allen Risiken fahren.