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Category: Uncategorized
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You know how to drive stick?
Im US-amerikanischen Teil der Blogosphäre ist gerade ein absurdes Experiment am Laufen. Ausgerechnet Ford hat die Absatzkrise früh erkannt und durch Verkauf von Jaguar, Land Rover und Hertz viel Ballast abgeworfen. Sehr früh kam auch die Erkenntnis, dass europäische Modelle her müssen, um auf dem Heimatmarkt der Konkurrenz von Toyota, Honda, Kia und Hyundai etwas entgegensetzen zu können.
Als direkte Konkurrenz zum Honda Fit (hier Jazz) hat Ford den neuen Fiesta auserkoren. Der soll nun durch virales Marketing in den Staaten von Bloggern an den Mann gebracht werden. Auserkoren hat man dazu 100 Menschen mit hoher Reichweite, von Tech-Bloggern über bloggende Mütter und twitternde Rapper bis Society-Kolumnisten. Diese 100 Leute bilden das Fiesta Movement erhalten 100 Fiesta in deutschem Spec, also mit straffer Federung, dem 100PS-Benziner und — Schaltgetriebe.
In den USA sind jedoch über 90% der verkauften Fahrzeuge mit Automatik ausgestattet. Da macht man gerne Witze drüber, beispielsweise darf in “Pretty Woman” eine Prostituierte Richard Gere erklären, wie sich die H-Schaltung des Lotus bedienen lässt. Aufs “Fiesta Movement” übertragen sieht das dann so aus — Mann erklärt Frau, wie ein Schaltgetriebe bedient wird:
Es dürfte interessant werden zuzuschauen, wie ein kleines europäisches Auto, das dank Schaltgetriebe flink und sparsam ist, bei einer eher technikaffinen Zielgruppe wahrgenommen wird. Die anvisierte Klientel der Early-Adopters setzt sich früh und intensiv mit halbgarer Hard- und Software (erinnert sich noch jemand an iPhones der ersten Generation und brechende Gehäuse der weißen Macbooks?) und sollte daher mit dem Leidensdruck der ersten hundert Kilometer Schaltgetriebe kein Problem haben. Und uns Europäern dürfte der gelegentliche Blick auf die Kampagnenseite www.fiestamovement.com in den nächsten Monaten einen interessanten Einblick in die geänderte Wahrnehmung von Mobilität der Amerikaner in meinem Alter geben.
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Fachchinesisch?
Kommen Euch Microsofts EULAs auch manchmal chinesisch vor?

Ein Grund mehr, bevorzugt auf Open Source zu setzen.
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Raus aus dem Print, rein ins Internet!
Als ich vor etwa fünf Jahren mehr oder weniger zufällig zum Dienstleister und Content-Lieferanten für die gedruckte Computerpresse wurde, vollzog sich für mich ein Schritt, den die meisten heute in die andere Richtung gehen. Für jemanden, der seine Tutorials und Workshop-Artikel immer online publiziert hat (und publiziert) war und ist das Web immer das schnellere Medium, aber eben auch ein Medium, das man schwerer mit in den Zug oder aufs stille Örtchen mitnehmen kann und das eine gewisse Flüchtigkeit aufweist. Ich habe es mir daher angewöhnt, Themen fürs Netz anders aufzubereiten als für die Printpresse. Dort kann man mit Boxen und einem geschickten Layout Artikel anders strukturieren als bei eher linear aufgebauten, von oben nach unten zu lesenden Online-Artikeln. Oft spreche ich ein und dasselbe Thema online und in Printmedien an und verweise von einem Medium auf das andere — auf die exklusive Bearbeitung eines Themas für ein Medium verzichte ich mittlerweile. (more…)
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Netbook-Roundup in Vorbereitung
So, mittlerweile liegt hier auch ein MSI Wind in Gestalt des Medion Akoya E1210 im Büro, ein EeePC 900 wird in den nächsten Tagen folgen. Dann dürfen beide Geräte zeigen, wie es in Sachen Akkulaufzeit, Nutzbarkeit und Linux-Kompatibilität im Vergleich mit dem EeePC 701 aussieht. Wenn Bedarf besteht (lies: wenn mehr als nur einige Kleinigkeiten gegenüber der Standard-Ubuntu-Installation geändert werden müssen, erstelle ich auch für dem MSI-Wind ein Ubuntu-Image.
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Where do we go from here?
Bitte entschuldigt, dass ich in den letzten Tagen kaum mit der Beantwortung von Anfragen nachkomme — beantwortet wird alles, manchmal dauert es etwas länger. Es liegt zur Zeit einfach viel Arbeit an und da möchte ich in meiner Freizeit andere Dinge machen: Mit meiner Lebensgefährtin unterwegs sein, auf dem Balkon ein Bier trinken, die 1973er Schwalbe endlich restaurieren. Rad fahren. Füße in den See hängen. Marillion hören. Und mit meiner Firma ein neues Projekt entwickeln. (more…)
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Innerorts in Brandenburg
Vor ziemlich genau vier Wochen wurde ich mit unserem neuen Dieselgleiter geblitzt. Jetzt ist das Foto da. Innerhalb einer geschlossenen Ortschaft in Brandenburg:
OK, das Lästern über Brandenburg sollte ich anderen überlassen, Rainald Grebe kann das viel besser (Danke für den Link, Anja!).
Interessant am Rande ist die sehr ästhetische und komfortable Bußgeldinfrastruktur, die Brandenburg da aufgebaut hat: Bußgeldbescheide werden wohl automatisiert mit dem Textsatzsystem TeX oder LaTeX gesetzt (ich sehe keinen anderen Grund die alten serifenlosen CM-Schriften zu verwenden) und mit dem Bußgeldbescheid erhält man Nutzername und Kennwort fürs Login auf www.polizei.brandenburg.de. Dort kann man dann hochauflösende Fotos anschauen. Oder runterladen und als Trophäe ins Blog stellen. An Web 2.0 Mashups arbeitet man angeblich.
Anyway, nach allem was ich an diesem kurzen Abend recherchiert habe, hat das Land Brandenburg seine Infrastruktur ganz massiv auf freie Software umgestellt und zeigt so auch den behutsamen Umgang mit dem Geld der Bürger. Und dafür zahlt man doch gerne mal 15€ Bußgeld. Auch wenn die geschlossene Ortschaft auf dem Beweisfoto nicht als solche erkennbar ist, oder?
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Links
Ein paar Links:
- Ford prüft “bei Jaguar alle Optionen” Ich bin gespannt, wie diese aussehen. JCB hat im Geschwindigkeitsrausch bereits Interesse bekundet, wird aber kaum Synergieeffekte aus einer Kooperation ziehen können. Renault hat bereits mit Ininiti eine Luxusmarke — und Ghosn hätte lieber Volvo –, so dass als Partner eigentlich nur noch PSA und Hyundai bleiben. Oder die Chinesen in Gestalt von SAIC.
- Ohne Worte: Die BILD-Zeitung sucht jemanden mit “guten deutsch Kenntnissen“
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Gratulation, liebe Terroristen
Bis vor kurzem dachte ich, erfolgreicher Terror benötige spektakuläre Anschläge mit wenigstens Dutzenden von Toten um einer freiheitlichen Gesellschaft ihre verletzlichen Punkte bewußt zu machen und fortan jedem Bürger das Gefühl zu vermitteln, dass es ihn als nächstes treffen könnte.
Mittlerweile weiss ich, dass echter Terror einfacher ist: es genügt die Androhung von Gewalt, wozu sich imposant aussehende, aber kaum funktionsfähige Sprengsätze auf Bahnhöfen genauso gut eignen, wie nicht besonders fortgeschrittene Experimente mit Flüssigsprengstoffen und die Ankündigung, damit Flugzeuge in die Luft sprengen zu wollen.
Anstatt jedoch das Bewußtsein der Bürger für reale Bedrohungen zu schärfen, macht sich die Politik zum Komplizen der Terroristen und schürt Ängste. Selbstverständlich kann der nächste Sprengsatz auf Bahnhöfen real sein. Aber auch der Zweitakku im Schacht des funktionsfähigen IBM-Notebooks kann sich als Attrappe herausstellen und eine Bombe vom Kaliber Lockerbie enthalten. Wenn kein Handgepäck an Bord gebracht werden darf, werden eben wieder klassische Sprengsätze als reguläres Gepäck aufgegeben.
Einen vollständigen Schutz vor Anschlägen wird es nie geben. Wenn wir heute damit beginnen, Bahnhöfe mit ähnlichen Sicherheitsvorkehrungen wie Flughäfen auszustatten, wird morgen die erste Bombenattrappe in einer Straßenbahn gefunden. Wenn wir dann Straßenbahnen mit Videokameras überwachen und nur noch personalisierte RFID-Tickets zulassen, bleibt übermorgen ein Rucksack im Kino stehen. Verbieten wir Taschen im Kino, kommt vielleicht noch jemand auf die Idee, eine Bombe beim Münchner Oktoberfest in einem Mülleimer zu deponieren.
Alles was wir tun können, ist Risiken rational einzuschätzen und mit ihnen zu leben. So zynisch es klingen mag: Wer sich effizient für die Sicherheit der Bürger einsetzen möchte, kann mit verstärkten Alkoholkontrollen bei Autofahrern in ländlichen Gegenden weit erfolgreicher Menschenleben schützen als mit einer Antiterrordatei, in die alle Dienste Mutmaßungen und Spekulationen kippen dürfen.
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Back from Bergen
Seit Freitag bin ich wieder zurück im schwülwarmen Deutschland. Fotos vom Sting-Konzert und dem Touri-Programm hat Anja in ihr Fotoalbum gestellt. Die Pinguinbilder zeigen übrigens nicht das Vieh auf den letzen Fotos, sondern einen frischgeschlüpften. Der “alte” junge Pinguin hat in den drei Wochen von 900g auf über 4kg zugelegt.
