Category: Linux

  • Die FRITZ!Box als Rootserver

    Die hier beschriebene Vorgehensweise lässt sich mit aktueller Firmware nicht mehr durchführen. Ich rate daher zur Verwendung von Freetz zur Erstellung modifizierter Firmware-Images.

    Ich gebe es zu: So ganz passt die FRITZ!Box nicht in das übliche Beuteschema dieses Blogs. Doch neuere Boxen mit USB-Anschluss lassen sich in einen per DynDNS ständig erreichbaren Server umbauen. Als Webserver kann sogar ein Apache mit PHP dienen und auf Wunsch lädt der Bittorrent-Client ctorrent auch nachts ohne aktivem PC im Netz selbständig Linux-ISOs aus dem Netz.

    Wie es funktioniert? Eine uClibc-Chroot-Umgebung auf USB-Festplatte und ein Script, das die Umgebung mountet und einen Dropbear SSH-Server in ihr startet, genügt. Ich habe alle Komponenten vorbereitet und biete sie zum Download an.

    Gehen Sie wie folgt vor, um die Chroot-Umgebung zu starten: (more…)

  • SuSE 9.2 weg, openSUSE 10.2 da

    Betreiber von Rootservern, die noch unter SuSE 9.2 laufen, sollten sich sputen: der Support wurde vor bald drei Wochen eingestellt, es wird keine Sicherheitsupdates mehr geben. Das einst stabile Haus ist dem Verfall preis gegeben. Mit der Einstellung von 9.2 tickt auch die Uhr für SuSE 9.3: Im April wird es
    die letzten Sicherheitsupdates geben.

    Unterdessen wurde openSUSE 10.2 veröffentlicht. Nach anfänglichen Glitches beim neuen, libzypp-basierten Paketemanagement in 10.1 (kaum bemerrkbar bei Internet-Installation, teilweise aufgefangen durch eine “Remastered Version”) soll 10.2 nun von Anfang an sauber laufen. Im Serverbereich wurde vor allem Versionskosmetik durchgeführt, Desktop-User dürfen ein neues Startmenü ausprobieren und Xen mit einem neuen grafischen Assistenten einrichten.

  • Das 4MB-Mini-Linux

    Wie aufwendig muss ein minimales Linux-Rettungssystem sein? Die Multicall-Binaries Dropbear und Busybox zeigen, dass ein vollwertiges Linux auf weniger als vier Megabyte Platz hat. Das System kann auf Rootservern benutzt werden, um Backups zu erstellen und zurückzuspielen oder eine Firewall zu realisieren. Im Beispiel boote ich mit einem auf Platte installierten GRUB. Da nur eine Initrd und kein Root-Dateisystem benötigt wird, ist der Boot via PXELINUX aber genauso gut möglich.

    Das hier vorgestellte System basiert auf den Komponenten:

    Update: Auf cdprojekte.mattiasschlenker.de steht ein fertiges ISO-Image mit vielen IDE- und SATA-Treibern zur Verfügung. Dieses sollte nicht in Produktivumgebungen eingesetzt werden, da es seine IP-Adresse per DHCP bezieht und ein schwaches Rootpasswort (“test”) verwendet!

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  • EXTLINUX: flexibler Bootloader für den Rootserver

    Grub ist zu komplex und LILO zu umständlich? Warum nicht einmal den Bootloader EXTLINUX probieren? Der muss wie GRUB nicht nach jeder Kernel-Installation neu aufgerufen werden, ist aber so simpel handzuhaben wie LILO und bietet sogar Menüs. Die Bootloader der Syslinux-Familie kennt man sonst nur von Installations-CDs oder USB-Sticks. Absolut zu unrecht, denn auch auf einer EXT2/EXT3-Partition fühlt sich dieser Loader wohl. (more…)

  • Ubuntu 606-LTS auf Strato-Rootserver

    Nur eine verschwindend geringe Zahl von Hostern bieten Rootserver mit Ubuntu 606-LTS (“Dapper Drake”) an. Mit etwas Geschick und einem Rettungssystem lässt sich das “menschenfreundliche Linux” aber leicht auf jedem Rootserver installieren. (more…)

  • Ubuntu als DomU (Xen) “debootstrappen”

    Hier geht es lang: Neue Version dieser Anleitung für Ubuntu 10.04 (Lucid Lynx) und folgende auf Xen 3.4 oder 4.0 (oder höher)

    Dieser Text ist veraltet und dürfte nur noch für Softwarearchäologen sinnvoll sein:

    Mit Version 6-06 LTS (Long Term Support) und der erstmals erhältlichen Variante für den Servereinsatz wird Ubuntu auch für Web- und Mailserver zu einer echten Alternative zu Debian, Suse und Redhat. Doch ein Feature fehlt: Unterstützung für Xen. Wie Sie schlanke Ubuntu-XenU-Domains einrichten, zeigt dieser Artikel. (more…)

  • Noch mehr Spaß mit Xen

    Für alle, die Xen austesten wollen, habe ich zwei Demo-Images vorbereitet. Beim Ersten handelt es sich um ein frisch gebautes uClibc-Rootfilesystem, das nun mit GCC 4.0.3 und einer gegen die Header von Kernel 2.6.12 gebauten C-Bibliothek für den produktiven Einsatz taugt und trotzdem kompakt ist.

    Das zweite ist openSUSE 10.1. Bei diesem ist SSH und XDMCP offen, es dient mehr zum Testen des Desktops und zum Angeben: wer einen schnellen Prozessor und genug RAM hat, kann auf jeder virtuellen Konsole den Desktop einer anderen Distribution laufen lassen.

    Mehr Infos derzeit noch in meinem privaten Blog. Eine offizielle Ankündigungen und Torrents folgen.

  • openSUSE 10.1 erhältlich

    Zumindest auf dem FTP-Server der “Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung Göttingen” ist openSUSE 10.1 angekommen (Golem): (more…)

  • Alles ganz einfach

    In Kundenbeständen habe ich noch einige Warenwirtschaftsserver, die seit ein paar Jahren ohne große Updates laufen. Auf einem tut S.u.S.E. (damals noch mit Punkten) 6.3 seinen Dienst. Diese Rechner wurden nie groß aktualisiert, doch gelegentlich erfordert die sie umgebende Infrastruktur ihren Tribut: mal ist ein neuer Kernel fällig, weil eine Netzwerkkarte gestorben ist und die neue von 2.2.5 nicht erkannt wird, mal will ein RSYNC-Backup in die sich fortentwickelnde Infrastruktur eingebunden werden.

    Ich bin nach vielen Problemen dazu übergegangen, die behutsamsten aller Updates vorzunehmen um Seiteneffekte möglichst auszuschließen. Mein Favorit sind derzeit statisch gegen uClibc und die beim Kunden installierten Kernel-Header gelinkte Binaries, die ich per Softlink gegen die alten austausche. Diese sind kompakt und bereiten praktisch keinen Ärger.

    Beim Kompilieren hilft das uClibc-RootFS-Image (lässt sich Loopback mounten) und ein gutes Dutzend Configure-Flags sowie ein paar nachträglich installierte Bibliotheken (zlib, openssl…).

    Solch eine Aktion mag vordergründig betrachtet dem Kunden teurer kommen als die Lizenzkosten für ein simples Windows-Update. Unterm Strich dürfte jedoch das Unix- oder Linux-System, das einfach mal sieben oder acht Jahre durchläuft mehr Punkte sammeln.

    PS: Der betreffende Host ist nur wenigen Kassenterminals “ausgesetzt”. Das mit dem Hacken braucht Ihr gar nicht erst zu probieren…

  • Rohrleitungsbau

    Ih habt Euch schon öfters die Frage gestellt, wie Ihr alle Tabellen und Inhalte einer MySQL-Datenbank schnell und unkompliziert auf einen anderen Server kopiert? Mit einer kleinen Pipeline geht das ganz schnell:

    mysqldump -u mattias –password=’geheim’ sourcedb | \
    ssh -C mattias@ziel.xyz \
    “mysql -u mattias –password=’geheim’ draindb”

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