Category: Computer (sonstiges)

  • Plattenplayer: LaCie LaCinema Premier

    Wer eine ganz passable Bibliothek an mit Xvid encodierten und roh gerippten DVDs (nur unverschlüsselte natürlich) sein eigen nennt und einen flachen neuen Fernseher sein eigen nennt, dürfte schnell nach einer Methode suchen, die Filmchen komfortabel am großen LCD anzuschauen. In Frage kämen:

    • ein Streaming-Client, der via UPnP seine Daten bezieht — nicht immer ideal, wenn der Nachbar bei hohen Bitraten dazwischen funkt und Aussetzer die Folge sind
    • ein vollwertiger PC, der über den VGA-Port des Fernsehers sein Bild ausgibt und fürs Upscaling sorgt, gerne kommt hier ein MacMini zum Einsatz
    • ein billiger oder weniger billiger Festplattenplayer — das Angebot reicht hier von simplen Festplatten mit Medienwiedergabe bis hin zu intelligent gemachten Boxen wie dem AppleTV

    Weil es aus Komfort- und Energieverbrauchsgründen zunächst kein PC sein sollte (ich warte auf günstige Atom-Boards mit hardwarebeschleunigter Medienwiedergabe) und unsere WLAN-Übertragungsraten arg schwanken, sollte es ein kleiner Festplattenplayer sein. AppleTV fiel aus dem Raster, weil dieser umständlich geöffnet und “gemoddet” werden muss, um DVD-Rips pur und Xvid abzuspielen.

    So fiel unsere Entscheidung auf LaCies hübsche LaCinema Premier, ein kleines, senkrecht stehendes Festplattengehäuse, das über Component- und Composite-Ausgänge verfügt, Audio über einen Digitalausgang abspielen kann und über einen Upscaler verfügt.

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  • Hier riecht’s nach Kondensator

    Hmmm, das Xilence-Netzteil des Büroservers hat gerade die Flügel gestreckt. Es ist verdammt heiss. Vermutlich ist der Lüfter stehen geblieben und daraufhin ist irgendein Kondensator geplatzt. Der Klassiker eben. Bin mal schnell weg…

  • Abschied vom Billig-Subnotebook

    Wie Golem berichtet, soll der EeePC 900, also die im Frühsommer erscheinende Version mit Neun-Zoll-Display nicht nur ein größeres Display, sondern auch Touchscreen, GPS-Empfänger, mehr Speicher und eine größere SSD mitbringen. Der Preis wird dann bei 399€ liegen.

    Schade eigentlich, ließe sich doch mit nur einem größeren Display und dem Atom-Prozessor bei ansonsten gleicher Ausstattung der Preis von 300€ halten. Nicht dass der EeePC übermäßig teuer wäre oder die angedachten Features nicht einen beträchtlichen Mehrwert böten, der Preis von unter 300€ bewog viele Käufer erst dazu, sich den billigen, leichten EeePC als Zweitrechner zuzulegen. Mit einem um 33% gestiegenen Preis wird das nicht der Fall sein. Bleibt also zu hoffen, dass die Sieben-Zoll-Variante weiterhin im Angebot bleibt — möglicherweise auf 280 oder gar 250€ reduziert.

  • Schrott wird flott: Anwendungen für schwache Hardware

    In den letzten Wochen haben wir stückenweise unser altes Subnotebook — ein Überbleibsel aus New Economy Zeiten — mit einem aktuellen Linux (Xubuntu 7.10) versehen. Die relativ schwache Hardware erfordert natürlich eine besonders behutsame Auswahl von Software: 300MHz und 160MB RAM suggerieren Leistungen von etwa einem Zwanzigstel bis einem Zehntel aktueller Rechner. Mit sorgfältig ausgewählten Programmen bleibt die Maschine dennoch nutzbar: PDAs und Webtablets wie Nokias N800/N810 haben auch nicht viel mehr zu bieten. Generell gilt bei der Anwendungsauswahl, dass man besser bei einem Toolkit bleibt (Gtk oder Qt), was verhindert, dass zwei Bibliotheken mit gleicher Funktionalität gleichzeitig geladen sein müssen.

    Gestandene Linuxer dürften die folgenden Softwarevorstellungen für kalten Kaffee halten, blättert weiter oder schaut Euch beim Rootserverexperiment um. (more…)

  • Horror-Hardware-Woche

    Prinzipiell tendiere ich seit einiger Zeit zur “Ätherisierung” von Software und Daten: Die Bytes sind nicht mehr an das Vorhandensein auf bestimmten physikalischen Medien gebunden, sondern per replizierender Datenbank, in verschiedenen Versionsständen per rsync an verschiedenen Orten oder komplette PCs als VMware-Instanz auf beliebigen Systemen nutzbar.

    Soweit die Vision. Die Realität in dieser Woche:

    • eine defekte Festplatte eines in den nächsten sechs Wochen abzulösenden WaWi-Systemes, SCSI, doppelte Bauhöhe, 5¼-Zoll (!), immerhin letzte brauchbare Sicherung vom Vortag
    • eine defekte Radeon 9250, die einfach abschaltete, wenn andere Verbraucher im PC zuviel Strom zogen
    • ein defektes TFT, angeschlossen an o.g. Radeon, ob das miteinander zusammenhängt?
    • eine weitere defekte Festplatte, 4,3GB (ca. 1998), die nach einer kalten Sicherung am IDE-USB-Adapter wohl zu sehr ausgekühlt war (lief Jahre durch) und nicht mehr anlief
    • noch ne defekte Platte, nicht der Rede wert, kaum mehr als Swap
    • die rechte Scheinwerferbirne meines Peugeot Partner, H4, “Mehr Licht” == kürzere Lebensdauer. Mich fasziniert, dass dieses Ding trotz 273000km nicht mehr Zicken macht (wird halt vom Profi gewartet aka /me und Meister Wernicke)
    • Mobiltelefon: Tastensperre war nicht aktiviert — jetzt darf ich die PUK raussuchen

    Und — als ich nach einer Woche zu Hause war:

    • eine drei Wochen alte Samsung 400GB in meiner Workstation legte diese komplett lahm — wisst Ihr, wieviel Spaß das rsyncen von 200GB Daten macht?
    • Festnetztelefon tot — Störung wird erst am Dienstag behoben, immerhin werden die nächsten Tage schön ruhig
  • Schrott wird flott: Touchscreen des B142

    Bereits vor acht Jahren brachte Fujitsus B-Serie einen Touchscreen mit, der die Bedienung deutlich erleichterte — wenn die Kalibrierung erfolgreich war. Zwischenzeitlich waren die (praktisch nur für Fujitsu-Siemens B-Serie Geräte und einige Vaios) geschriebenen Treiber verschwunden, sind aber nun dank der UMPC-Manie in vielen Distributionskerneln und X.org-Distributionen enthalten. Die im Folgenden beschriebene Einrichtung sollte sich in ähnlicher Weise auch auf modernen Geräten durchführen lassen. Beachten Sie bitte: Die Anleitung bezieht sich auf X.org 7.2 oder höher, bei älteren Versionen kann auf einige Detaillösungen verzichtet werden.

    Vorbereitung

    Achten Sie zunächst darauf, dass das Kernelmodul evdev geladen ist. Es stellt die Kernelschnittstelle zum Event basierten Touchscreen-Treiber zur Verfügung. Daneben muss der X.org-Treiber xserver-xorg-input-evtouch installiert sein. Die Anleitung des Evtouch-Entwicklers rät zudem noch dazu, einen Dummy-Treiber zu verwenden, der PS/2-Mausevents abfängt und ins Datennirvana umleitet. Das ist notwendig, weil der Touchscreen am PS/2-Bus hängt, und neben den rohen Events PS/2-Mausevents liefert. Ist zudem der Knubbel aktiv und eine externe Maus eingesteckt, sind drei Quellen für PS/2-Events verfügbar, die nicht unterschieden werden können. Da bei mir die Dummy-Lösung fehlschlug, habe ich per UDEV-Regelsatz die Gerätedateien /dev/input/mice und /dev/input/mouse0 stillgelegt. Einziger Nachteil dieser Lösung: USB-Mäuse dürfen erst angesteckt werden, wenn der X-Server gestartet ist (kann mit einer weiteren UDEV-Regel behoben werden). Die UDEV-Regel (in der /etc/udev/rules.d/40-permissions.rules): (more…)

  • Schrott wird flott: Linux auf dem FSC B142

    Ende der 1990er waren Subnotebooks auch hierzulande ziemlich populär. Zu besten New Economy Zeiten war es en Vogue, mit einem Toshiba Portégé, Toshiba Libretto oder der Fujitsu Siemens B-Serie unterm Arm beim Kunden aufzutauchen. Dem Trend konnten wir uns auch nicht verschließen und so bekam Jochen ein Portége 3010CT und ich kurz darauf ein etwas dickeres Fujitsu Siemens B142. Beide waren bis etwa 2003 unter Linux oder FreeBSD im regulären Einsatz und verschwanden danach in einer Krustelkiste. Die Debatte um Billigst-Subnotebooks vom Schlage eines Asus EEE (insbesondere bei Robert Basic) hat mich nun dazu bewogen, das B142 wieder rauszuholen und zu schauen, wie es sich unter heutigen Bedingungen schlägt. Ziel ist es, ein altes Subnotebook mit robustem Magnesiumgehäuse mit Linux und der richtigen Software zum ernsthaften Konkurrenten moderner Billigrechner zu machen.

    Hardware

    • Gehäuse: Magnesium, etwa A5-Format, 30mm dick
    • Display: TFT, 8,4 Zoll Diagonale 800×600 Pixel mit PS/2-Touchscreen
    • RAM: 32MB fest eingebaut, aufgerüstet mit einem SO-SDRAM auf maximal 160MB
    • Prozessor: 300MHz Mobile Celeron “Mendocino”
    • Grafikkarte: Neomagic NM2160, 2MB Grafikspeicher (genug für 800×600@24Bit oder extern 1024×768@16Bit)
    • Festplatte: 2,5 Zoll, normale Bauhöhe; Original 4,3GB, aufgerüstet auf 40GB; BIOS-Obergrenze bei 64GB (darüber möglicherweise Bootprobleme)
    • CDROM: Extern, PCMCIA, nicht bootfähig
    • Diskette: Extern am Portreplikator
    • PCMCIA Ein Schacht, Cardbus tauglich
    • USB: 2 Ports USB 1.0, nicht bootfähig
    • Netzwerk: nicht vorhanden

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  • Spaß mit Xen

    Ich habe — passend zu einem demnächst erscheindenen Artikel — zwei weitere
    Festplattenimages für den Einsatz unter Xen vorbereitet. Beim ersten handelt es sich um eine komplette openSUSE 10.1, bei der XDMCP von außen erreichbar ist. Das zweite ist das bekannte uClibc-Rootdateisystem, nun aber selbst kompiliert mit den Kernel-Headern von 2.6.12. Es enthält GCC 4.0.3, Linker und Pipapo und stellt so eine tragfähige Basis für kleine “Server from Scratch”, die autark bleiben sollen. (more…)

  • Hausbesuch von Microsoft

    Wer einen PC ohne Betriebssystem kauft, ist höchst verdächtig, er könnte ein illegal kopiertes Windows oder — noch schlimmer — Linux auf dem Rechner installieren. Vielleicht hat er aber auch noch eine alte Windows-Lizenz von dem Rechner, der jetzt als Samba-Server im Keller steht oder der Kunde ist Unternehmer und hat eine Volumenlizenz. All diese Möglichkeiten haben gemein, dass Microsoft weniger Lizenzen verkauft als möglich wäre.

    Microsoft UK hat nun ein Gegenmittel ersonnen. Im Königreich wird der Software-Riese demnächst eine eigene Truppe zusammenstellen, die Hausbesuche bei Kunden durchführt, die Rechner ohne Betriebssystem kaufen. Offiziell will man natürlich Schaden vom Kunden abwenden, schließlich ist es billiger, ein Windows nachzulizenzieren, als wegen Lizenzverstößen Schadenersatz zahlen zu müssen.

    Inoffiziell wird schnell GEZ-Feeling aufkommen: kaum hat man den PC gekauft, steht die nette Microsoft-Taskforce vor der Tür und interviewt Dich geschickt mit Fangfragen. Mal gespannt, wann wir in Deutschland eine ähnliche Truppe bekommen. Nachdem die Musikindustrie gerade dabei ist, ohne dem lästigen Umweg über Strafverfahren die Daten von Tauschbörsennutzern abzufragen, wäre es nur logisch, wenn der größte Betriebssystemhersteller direkt und unkompliziert ermitteln könnte, wer die Windows-Steuer umgeht.

    PS: Ich habe gerade nachgezählt: von den Rechnern in meinem Büro und Testlabor sind exakt 12,5% mit Windows-Lizenzen ausgerüstet. Die anderen 87,5% kommen wunderbar ohne Windows klar.