Category: Security

  • SuSE 9.2 weg, openSUSE 10.2 da

    Betreiber von Rootservern, die noch unter SuSE 9.2 laufen, sollten sich sputen: der Support wurde vor bald drei Wochen eingestellt, es wird keine Sicherheitsupdates mehr geben. Das einst stabile Haus ist dem Verfall preis gegeben. Mit der Einstellung von 9.2 tickt auch die Uhr für SuSE 9.3: Im April wird es
    die letzten Sicherheitsupdates geben.

    Unterdessen wurde openSUSE 10.2 veröffentlicht. Nach anfänglichen Glitches beim neuen, libzypp-basierten Paketemanagement in 10.1 (kaum bemerrkbar bei Internet-Installation, teilweise aufgefangen durch eine “Remastered Version”) soll 10.2 nun von Anfang an sauber laufen. Im Serverbereich wurde vor allem Versionskosmetik durchgeführt, Desktop-User dürfen ein neues Startmenü ausprobieren und Xen mit einem neuen grafischen Assistenten einrichten.

  • Alles ganz einfach

    In Kundenbeständen habe ich noch einige Warenwirtschaftsserver, die seit ein paar Jahren ohne große Updates laufen. Auf einem tut S.u.S.E. (damals noch mit Punkten) 6.3 seinen Dienst. Diese Rechner wurden nie groß aktualisiert, doch gelegentlich erfordert die sie umgebende Infrastruktur ihren Tribut: mal ist ein neuer Kernel fällig, weil eine Netzwerkkarte gestorben ist und die neue von 2.2.5 nicht erkannt wird, mal will ein RSYNC-Backup in die sich fortentwickelnde Infrastruktur eingebunden werden.

    Ich bin nach vielen Problemen dazu übergegangen, die behutsamsten aller Updates vorzunehmen um Seiteneffekte möglichst auszuschließen. Mein Favorit sind derzeit statisch gegen uClibc und die beim Kunden installierten Kernel-Header gelinkte Binaries, die ich per Softlink gegen die alten austausche. Diese sind kompakt und bereiten praktisch keinen Ärger.

    Beim Kompilieren hilft das uClibc-RootFS-Image (lässt sich Loopback mounten) und ein gutes Dutzend Configure-Flags sowie ein paar nachträglich installierte Bibliotheken (zlib, openssl…).

    Solch eine Aktion mag vordergründig betrachtet dem Kunden teurer kommen als die Lizenzkosten für ein simples Windows-Update. Unterm Strich dürfte jedoch das Unix- oder Linux-System, das einfach mal sieben oder acht Jahre durchläuft mehr Punkte sammeln.

    PS: Der betreffende Host ist nur wenigen Kassenterminals “ausgesetzt”. Das mit dem Hacken braucht Ihr gar nicht erst zu probieren…

  • Suse 9.0 discontinued

    Novell hat soeben damit aufgehört, Suse Linux 9.0 zu supporten. Die Einstellung des Supports für Suse 9.1 folgt im Juni. Daraus lassen sich grob die Supportzeiträume für 9.2 und 9.3 abschätzen: die ohnehin kaum eingesetzte 9.2 dürfte zwischen Dezember und März 2007 eingestellt werden,
    9.3 zwischen Juni und Oktober 2007.

    Wer sich jetzt einen Rootserver mit Suse 9.3 holt, muss wahrscheinlich nach weniger als anderthalb Jahren ein volles Update mit allen Risiken fahren.