Author: mattias

  • Nein, das iPhone taugt nicht zum mobilen Admin-Werkzeug

    In den letzten Monaten habe ich mich sehr mit Argumenten zum/gegen das iPhone zurückgehalten. Der Grund: Ich wollte auf Firmware 2.0.x warten, bevor ich mir eine Meinung bilde. Mittlerweile ist 2.0.1 draußen und ich habe mein Meinung gefestigt: Nein, das iPhone taugt weder zum Admintool noch als Kommunikationsinstrument für Berufsgruppen, die besonders auf den Schutz ihrer Kommunikation achten müssen. Warum?

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  • Mit dem Linux-Netbook im Netz: UMTS/HSDPA per USB-Stick

    Als Alternative zum Bluetooth-Handy werden in den letzten Monaten als Zugabe zu reinen Datenverträgen relativ simple USB-Sticks vertrieben, mit denen man per GPRS-, UMTS- oder HSDPA-Verbindung schnell im Netz surfen kann. Da ich mich meist in der Nähe von kostenlosen oder im DSL-Vertrag enthaltenen Hotspots befinde, habe ich mich auf die Suche nach Stick und Datenvertrag gemacht und bin auf die Angebote von T-Mobile und Vodafone gestoßen, bei denen man für 90 bis 100€ unsubventionierte Hardware und eine Prepaid-Karte mit sogenannter “Dayflat” erhält. Beide Angebote unterscheiden sich in Details, WebSessions von Vodafone kennt auch kürzere Zeitfenster (bspw. eine Stunde und wurde deshalb von mir bevorzugt). Als Hardware ist ein Huawei-Stick E172 enthalten, die nachfolgende Beschreibung sollte aber auch für die Modelle E170 (Web’n’Walk-Stick von T-Mobile) und E220 (UMTS-Maus von Vodafone, auch im O2-Branding erhältlich) funktionieren.

    Die Einrichtung eines USB-UMTS-Sticks ist ein wenig komplizierter als die der Einwahl per Bluetooth-Handy, da weniger Logik im Gerät selbst verbaut ist und eine Eingabeschnittstelle fehlt. Das wird beispielsweise bei der SIM-PIN-Eingabe deutlich, die beim Handy per Tastatur erfolgt. Beim USB-Stick muss die Kommunikation daher mit AT-Befehlen erfolgen. Diese in Chatscripten zu automatisieren ist zwar keine extrem komplexe Aufgabe, kann aber zu einer Fleißarbeit ausarten. Da kommt es gerade recht, dass Vodafone ein kleines Linux-Tool anbietet, das die Kommunikation und die Einwahl mit den gängigsten Sticks erledigt und netterweise mit SIM-Karten von fast allen Anbietern funktionieren sollte.

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  • Kein Cable Select?

    Am Mittwoch war ich einige Stunden bei Hetzner im RZ3 wo unsere Server stehen und habe Festplatten ausgetauscht und Arbeitsspeicher nachgerüstet. Bei einer Maschine fiel mir auf, dass kein Cable Select möglich war. Genaueres Hinsehen förderte dies zutage:

    Glücklicherweise hatte ich ein (rundes) IDE-Kabel dabei (als hätte ich etwas geahnt) und nun surrt die betreffende Maschine wieder schön vor sich hin. Was für ein Glück, dass all die Zeit nur Ader 1 durchtrennt war — die daneben sind zwar beschädigt, aber waren noch gut genug um zwei Jahre lang keine Probleme zu verursachen…

  • Mit dem Linux-Netbook im Netz: GPRS oder UMTS via Bluetooth

    Für einen größeren Verlag arbeite ich gerade an einem Artikel über den mobilen Internetzugang mit EeePC und Akoya E1210. Als Arbeitsumgebungen sind Ubuntu 8.04.1 und das Xandros des EeePC vorgesehen. Beide mussten zunächst zeigen, wie gut sie mit Bluetooth-Dongle und einem etwas älteren Nokia-Handy mit BT-Schnittstelle klarkommen. Da Xandros im Auslieferungszustand keinerlei Anstalten machte, Bluetooth einzurichten und das Handy als Modem zu konfigurieren, beschloss ich die Grundkonfiguration auf der Kommandozeile vorzunehmen.

    Stellen Sie zunächst sicher, dass die Pakete bluetooth und bluez-utils installiert sind. Daneben sollte je nach Flavour auch bluez-gnome und gnome-bluetooth respektive kdebluetooth installiert sein. Auf dem Xandros des EeePC ist alles notwendige installiert, mein Ubuntu-Image für den EeePC sollte ebenfalls komplett genug sein. Alle Befehle, denen kein sudo vorangestellt ist, benötigen Rootrechte. Auf dem Xandros des EeePC öffnen Sie das Terminal mit Strg+Alt+T, Rootrechte erhalten Sie mit sudo su.

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  • Ein Ringlé-Teil weniger

    Mitte der 1990er waren Jeff Ringlés aus dem vollen geschnitzte Mountainbike-Teile en vogue wie kaum etwas anderes. Sie waren leicht, stabil und sahen stylisch aus. Auch mich hat ab etwa 1992 der Ringlé-Virus gepackt und meine Räder wiesen entsprechend viele, meist blau oder dunkelgrau eloxierte Teile auf.

    Ringlé Super Bubba kaputt

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  • Kernel 2.6.26.1 auf dem Medion Akoya E1210

    Ich habe heute mel ein paar Minuten damit verbracht, einen Kernel 2.6.26.1 auf dem E1210 für das E1210 zu kompilieren. Als Basis diente der Vanilla-Kernel von www.kernel.org und die Konfiguration von Ubuntus 2.6.24-19. Das erste Zwischenergebnis war ein Kernel der zwar bootete, aber für einen schwarzen Bildschirm sorgte.

    Der schwarze Bildschirm war durch entfernen der Bootparameter quiet splash zu behebn, aber auch danach war nicht alles toll:

    • Ethernet: Der r8169-Treiber wird zwar geladen und eth0 taucht auf, doch eine Verbindung herzustellen ist unmöglich. Entlädt man das Modul und lädt es erneut, zeigt dmesg einen Fehler.

    • WLAN: Erwartungsgemäß lässt sich der Treiber zunächst nicht kompilieren, allerdings hilft dieser Tipp. Die Änderung muss in Zeile 804 erfolgen. WLAN funktioniert dann einwandfrei.

    • Sound: geht nicht. Ich habe nicht weiter geforscht, wahrscheinlich muss ich ALSA frisch kompilieren, was kein größerer Act ist — zumindest wenn man module-assistant dafür heranzieht.

    Ein echter Lichtblick ist die nun mit cheese funktionierende Webcam, Sound und Ethernet sollten auch mit vertretbarem Aufwand zur Zusammenarbeit zu bewegen sein. Etwas Feintuning ist bei der Kernelkonfiguration und den Modulen der Initrd möglich, so dass ich in den nächsten Tagen noch ein paar Stunden investieren kann, bis ich eine alltagstaugliche Lösung präsentieren kann.

  • Fahrraddynamos nerven — und Akkulampen auch…

    …warum dehnt man also nicht das Konzept des regenerativen Bremsens aufs Fahrrad aus?

    Im Prinzip würde ein kleiner Schalter am Bremshebel und ein wenig Elektronik ausreichen, um einen Generator mit — aus dem Bauch heraus — 50 bis 100 Watt nur beim Bremsen zuzuschalten. Soetwas sollte sich doch in der Bauform eines gewöhnlichen Nabendynamos realisieren lassen. Die Energie speichern wir dann in einem schönen Lithium-Ionen-Pack, der im Sattelrohr unauffällig verschwindet. Kein lästiger Dynamowiderstand mehr und nie wieder leere Akkus.

    Jetzt könnte man das Konzept noch weiter denken und ein ganzes Bordnetz aufbauen — mit Computer und Pulsmesser, der so versorgt wird und natürlich der elektronischen Schaltung, welche ab 2009 für die Dura Ace optional wird und dann mit etwas Glück in ein paar Jahren in niedrigere Gefilde vordringt (als Automatik aufm Citybike?).

    Achja: The HURD ist auch in ein paar Jahren fertig und die großen PKW-Hersteller fangen bald an, aufs 42-Volt-Bordnetz umzustellen… Aber man wird doch mal träumen dürfen!

  • Unser Server hat Husten…

    Nein, nicht wirklich. Es läuft gerade das Update von FreeBSD 6.3 auf 7.0 — und dieses wird in den nächsten Stunden immer wieder für ein paar Minuten Nichterreichbarkeit sorgen.

    Als dieser Beitrag entstand war das Grundsystem bereits aktualisiert, auf 13 Jails lief gerade make installworld durch. Ist dieses beendet steht der nächste Reboot an. Dann folgt die Rekompilierung aller aktuell installierter Softwarepakete gegen die neuen Systembibliotheken. Die ganze Aktion wird wohl noch bis Freitag früh dauern, da ich per Reboot sicherstellen möchte, dass garantiert alle Dienste richtig gestartet wurden.

    Uptime-Pr0n ist nix für mich. Da vermeidet man einen Reboot und einige Minuten Downtime und vergisst eine Applikation, die noch mit alten Bibliotheken im Speicher läuft. Nach ein paar Wochen wundert man sich, wenn die sich nach einem Reload komisch verhält. Daher gilt heute ausnahmsweise auch unter Unix: Reboot tut gut.

  • Live-Videocast in Bayern? Macht 1000€!

    Ja, Sie lesen richtig. Bayern (“Laptop und Lederhose”) geht mit gutem Beispiel voran und sorgt sich um die Ordnung im Internet. Konkret darf sich die Landesanstalt für neue Medien nun auch um die Regulierung von Rundfunk im Internet kümmern. Gegründet wurde die Anstalt seinerzeit um private Rundfunk- und Fernsehkanäle mit (regionaler Bedeutung) mit Lizenzen zu versehen. Das mag auch weiterhin Sinn machen, weil im Äther das Frequenzspektrum nun einmal begrenzt ist. Im Internet ist eine derartige Regulierung aber fehl am Platz, da das Spektrum praktisch unbegrenzt ist. Senden kann ich sobald ich eine IP-Adresse habe, die geroutet wird. und die teilt mir nicht die bayrische Landesanstalt für neue Medien zu.

    Dennoch möchte Bayern Streams mit wenigstens 500 Nutzern regulieren. Man stelle sich das vor: Sie machen als Ergänzung zu einem Podcast einen wöchentlichen Livecast mit 64kBit Audiobitrate. Ihr eigener kleiner Server, den Sie für 30€ im Monat gemietet haben, kommt auch bei 1000 Hörern nicht an seine Grenzen. Das macht dann 1000€ und etwas Wartezeit für die Sendelizenz. Um diese Strafgebühr fürs Podcasten zu unterlaufen müssen Sie Ihre Abonnentenschar künstlich auf 500 Rezipienten begrenzen.

    Die Regelung ist ein herber Schlag für eine pluralistische Gesellschaft, in der Pressefreiheit nicht nur bedeutet, dass man sich aus beliebigen Medien informieren darf, sondern auch, dass einer jedermann das Recht hat, sich journalistisch zu betätigen. Wird die bayrische Regelung in den Rundfunkstaatsvertrag aufgenommen, entsteht eine Zweiklassengesellschaft: hier die stummen Blogs, die mangels Knete auf multimediale Inhalte verzichten und dort die aufgepeppten, die es sich leisten können, schnell mal nen Tausender für den wöchentlichen Live-Cast hinzulegen.

  • Raus aus dem Print, rein ins Internet!

    Als ich vor etwa fünf Jahren mehr oder weniger zufällig zum Dienstleister und Content-Lieferanten für die gedruckte Computerpresse wurde, vollzog sich für mich ein Schritt, den die meisten heute in die andere Richtung gehen. Für jemanden, der seine Tutorials und Workshop-Artikel immer online publiziert hat (und publiziert) war und ist das Web immer das schnellere Medium, aber eben auch ein Medium, das man schwerer mit in den Zug oder aufs stille Örtchen mitnehmen kann und das eine gewisse Flüchtigkeit aufweist. Ich habe es mir daher angewöhnt, Themen fürs Netz anders aufzubereiten als für die Printpresse. Dort kann man mit Boxen und einem geschickten Layout Artikel anders strukturieren als bei eher linear aufgebauten, von oben nach unten zu lesenden Online-Artikeln. Oft spreche ich ein und dasselbe Thema online und in Printmedien an und verweise von einem Medium auf das andere — auf die exklusive Bearbeitung eines Themas für ein Medium verzichte ich mittlerweile. (more…)