So sieht ein Peugeot 205 XAD Multi aus. Ein Karosserieumbau von Durisotti, der dem 205 sagenhafte 1,6m³ Laderaum beschert und die Nutzlast nach neuer Rechnung (vollgetankt und mit 80kg schwerem Fahrer) auf 270kg reduziert. Die Endgeschwindigkeit liegt bei 152km/h.
Category: Billigautos
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Der 7500€-Kombi
Nachdem Renault den Dacia Logan erst im Sommer als Diesel verkaufen möchte und ein Kombi gar erst 2006 kommen soll, steht die Chance gut, daß der beispielsweise in Ungarn, Tschechien und Spanien anbietende indische PKW- und LKW-Hersteller Tata die Lücke mit einer Kombi-Version des Indigo schließen wird. (more…)
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Schon wieder Volkswagen…
Vor einigen Tagen kündigten malayische Zeitungen an, daß Proton auf der Suche nach einem Partner sei. Offenbar hatte man damals schon konkret Volkswagen im Auge. Nunja, der malayische Lizenznehmer von Citroen und Mitsubishi, der derzeit ohne Partner dasteht, passt mit Fahrzeugen ab 6000€ weit besser zum klassischen Volkswagenimage als Bentley oder Bugatti (in diesem Zusammenhang sei auf GNU/Hurd angespielt).
Unterdessen kündigt Volkswagen für das nächste Jahr acht neue Modelle an. Wer sich noch an Autolatina erinnert, dem wird dabei schlimmes schwanen: ich befürchte Protons mit angebasteltem VW-Kühlergrill und 827er-Motor, wie seinerzeit mit dem Ford Escort geschehen.
Sollten Sie doch lieber:
- Im Fabia als kleinsten Diesel den 1,4l TDI statt dem unbachenen 1,9SDI anbieten.
- Den Saveiro in Deutschland anbieten. Der kleine Pickup könnte bei Handwerkern und Freaks gleichermaßen Beleibtheit erlangen.
- Konsequent die störenden Details bereinigen. Was soll die Kante im Kofferraum beim Fabia Kombi, wenn die Rückbank umgeklappt ist?
- Schnellstmöglich ein kleines Klappdachcabrio gegen Tigra TwinTop und 206CC bringen.
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Volkswagen’s grenzenlose Arroganz
Laut FTD plant Volkswagen derzeit für Westeuropa keinen Kleinwagen in der Preisklasse zwischen 7000 und 9000 Euro. VW-Chef Pischetsrieder drückte sich unmißverständlich aus: ,,Wer ein Auto für 8000 Euro sucht, soll sich einen Gebrauchtwagen kaufen.” VW setzt im untersten Marktsegment deshalb auf den in Brasilien gebauten FOX, der zu Preisen um 9000 Euro in Deutschland erwartet wird.
Der günstigste Kombi bzw. die günstigste Stufenhecklimousine bleibt damit der Fabia, der kaum unter 11000 Euro zu haben ist. Doch gerade in diesem Revier wird in Zukunft der Dacia Logan wildern. VW könnte anders, wenn der Wille da wäre: eine konsequente Bereinigung der derzeit diffusen und zersplitterten Plattformstrategie könnte die Kombi- und Stufenheck-Versionen des Fabia in preislich ähnliche Regionen wie den Dacia bringen — und unter dem VW-Label ein Weltauto werden, das derzeit im VW-Konzern nicht vorhanden ist. Nun verlässt man jedoch die angestammten Gefilde erschwinglicher Autos für’s Volk und baut stattdessen lieber Bentleys in Dresden. Das gemeine Volk darf für viel Geld einen Golf kaufen, oder 30 Jahre alte Technik spazierenfahren.
Mal ehrlich: würden Sie da nicht zur Konkurrenz abwandern?
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Renault/Dacia Logan ab 2005 doch in Deutschland
Offenbar haben Schweitzer und Konsorten Ihre Meinung zum Verkauf des Dacia Logan in Westeuropa doch geändert. Laut Auto Motor und Sport und Auto-Bild wird der Logan ab Sommer 2005 von ausgewählten Renault-Vertragspartnern an den sparwilligen Käufer gebracht.
Der Zeitpunkt der Einführung in Westeuropa ist recht geschickt gewählt: ab Sommer soll der aus Clio, Thalia und Kangoo bekannte 48kW-Commonrail-Diesel im Logan verfügbar sein. Vor diesem Zeitpunkt dürfte der Logan auch für EU-Importeure kaum interessant sein: der Benziner gilt als recht rauher Zeitgenosse, der zudem nicht besonders sparsam ist, was auch an dem auf hohe Zuladung ausgelegten, recht kurz übersetzten Getriebe liegt.
Noch interessanter wird der Logan mit der Einführung des Kombi, der im Frühjahr 2006, möglicherweise zusammen mit dem Pickup erscheinen wird. Ein Kombi für junge Familien mit ordentlicher Ausstattung, moderner Technik und einem sparsamen Diesel für 10.000€ erscheint damit absolut realistisch. Das ist nicht das unterste Ende der Preisskala, allerdings sollte man nicht den Fehler machen und den Logan, der zwischen Kleinwagen und unterer Mittelklasse liegt, mit den billigsten Angeboten vergleichen: einen Maruti Alto (in der EU als Suzuki Alto) oder Daewoo Matiz gibt es teils für unter 7000€ — nur bieten diese Autos weniger Platz und Sicherheit.
Mit der Dongfeng-Kooperation ist der Logan auf dem Weg zu einem echten Weltauto. Spannend bleibt, ob Renault den Logan auch in Südamerika und Afrika als Nissan anbieten wird. Bisher hatte Renault im Transporterbereich in der EU und im PKW-Bereich in Mexiko keine Skrupel, Badge-Engineering zu betreiben und den Renault Thalia (Clio mit Stufenheck) als Nissan Platina zu verkaufen. Schließlich wäre der Logan-Pickup ein adäquater — und lange erwarteter — Nachfolger für den seit über 30 Jahren gebauten kleinen Pickup Nissan 1400 Bakkie und könnte zum gleichen günstigen Preis verkauft werden.
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Heute endet eine Ära
Die Renault-Tochter Dacia stellte gestern ihr neues Modell Logan vor. Mit diesem ab 5000€ erhältlichen Kleinwagen (eher Mittelklasse: 5cm länger als Golf V) auf Basis der Plattform B der ,,Alliance” (Nissan Micra, Renault Clio ab 2005) wird der gute alte 1300er Dacia auf Basis des Renault 12 nach sagenhaften 35 Jahren Produktionszeit endgültig abgelöst.
War der R12 im Gegensatz zum R16 schon bei Markteinführung 1969 nicht besonders spektakulär, taten dreieinhalb Jahrzehnte ihr übriges, sich an dieses Auto zu gewöhnen. Die weiche gefederte Radaufhängung und der weitläufige Motorraum, in dem auch ich mich mit meinen klobigen Händen gut zurechtfand, standen dem nicht im Wege. 1998, nach dem Erwerb der Aktienmehrheit an Dacia versprach uns Renault einen bald erhältlichen neuen Dacia. Zunächst war ein Fahrzeug auf der Bodengruppe des R19 vorgesehen, doch schnell entschloß man sich zu einer Neuentwicklung, die unter dem Kürzel X.90 für ,,nächstes Jahr” angekündigt war.
In der Zwischenzeit wurde das Stiefkind ,,Nova” (später SupeRNova und Solenza), das Ergebnis einer kurzen Liaison von Dacia und Peugeot, ein wenig aufgepäppelt und trotz anspruchslosem Renault-Saugdiesel wollte keiner den Bastard haben. Es erschien immer unwahrscheinlicher, daß wir uns je vom Anblick funkelnd weißer 1410er an Lotterieständen auf siebenbürgischen Marktplätzen (Neuwert viele Millionen Lei oder eben 4000€) trennen mußten.
Und dennoch haben wir den Logan erwartet wie die letzten Jahre HURD oder Half Life II. Nun steht er da. In Blech gepresste Poesie (nunja, beinahe). Renault investierte in das Projekt mit Codenamen X.90 etwa sieben Jahre Entwicklungszeit und ca. 500 Millionen Euro. Verglichen zu 200 Millionen für den ersten 3er Compact (nur die Ableitung von der Limousine) von BMW ist das ein Schnäppchen.
Das Projekt X.90 wurde von Anfang an gnadenlos auf billig getrimmt. Mit Erfolg: eine aus einem Blech gepresste Seitenwand haben recht wenige Autos, zum Beispiel der von Thyssen Krupp Drauz Heilbronn mitentwickelte Tata Indica und Indigo. Solche Autos zeichnen sich durch einen fließenden Übergang zwischen Heck und und Passagierabteil aus, was typisch für Indigo und Logan ist.
Eine beinahe zwangsläufige Konsequenz dieser Entwicklung besteht in der Einstellung praktisch aller veralteten Modellreihen im Konzern: nur so sind die in einigen Jahren angepeilten 700.000 Stück Jahresproduktion zu erreichen. In Pitesti wurden fünf Fertigungsstraßen für den Logan ,,freigemacht”, weichen mußte der ,,Berlina”, der auf dem R12 basierte. In Pitesti werden langfristig pro Jahr 300.000 Fahrzeuge und CKD-Bausätze (Completely Knocked Down) produziert, im Iran ebensoviele. Ein Werk in Moskau folgt. Die CKD-Montage wird zudem nach Schweitzers Wünschen bald in Marocco und Kolumbien auf Hochtouren laufen.
So bleibt auch dem konservativsten Käufer, der bisher mit dem Berlina/R12 liebäugelte nichts anderes übrig, als den Logan in Betracht zu ziehen. Angesichts einer Bodenfreiheit auf dem Niveau keniascher Peugeots, einer Zuladung auf S-Klasse-Niveau (600kg) und eines Kofferraums, der locker gegen Golf ankommt (510l beim Logan vs. 350l beim Golf V) dürfte ihm das sicher nicht schwer fallen.
Mir selbst würde es auch nicht schwer fallen. Für nächstes Jahr ist der 1,5l Commonrail-Diesel angekündigt, ein Kombi und der Pickup folgen im Frühjahr 2007. Für einen Dieselkombi mit ein wenig Luxus wie Klima und Elektropaket erwarte ich einen Preis unter 9000€. Vergleichen Sie das einmal mit einem Skoda Fabia! Es scheint, als müßten sich Volkswagen mit Golf 1 (30 Jahre im Programm), Gol/Parati/Saveiro (teilweise Audi 80 Bodengruppe, 29 Jahre im Programm), Polo Stufenheck (wenigstens 10 Jahre im Programm), GM (Geo, Suzuki, Opel, Chevrolet, ebenfalls mit vier Plattformen), PSA (ZX Stufenheck für China, Peugeot 306) und Fiat (Palio Siena für Nordkorea, Indien, China, Südamerika, Afrika und Osteuropa) arg anstrengen, um hier Paroli bieten zu können. Keiner dieser Hersteller achtet so konsequent auf Stückzahlen, einfache Produktion und CKD-Tauglichkeit wie Renault.
Der Einfluß auf den westeuropäischen Markt bleibt abzuwarten. Tschechien, Polen, die Slowakei und Ungarn sind in der EU, der Logan muß folglich für diese Märkte schadstoffarm nach EU-Norm sein. Das schafft er: mit Euro IV lässt er manch ein westeuropäisches Fahrzeug dreckig aussehen. Es ist also zu erwarten, daß der Logan mit westlicher Technik und dem osteuropäischen Image des sparsamen Pragmatikers genau das tut, was der in das Establishment vorgerückte Hersteller Skoda nicht mehr kann und der durch miese Qualität enttäuschende Russe Lada noch nie konnte: als Grauimport im Preisbereich unter 9000€ den westeuropäischen Automarkt kräftig aufmischen.
Zu wünschen ist es den Rumänen.
