Blog

  • Live-Videocast in Bayern? Macht 1000€!

    Ja, Sie lesen richtig. Bayern (“Laptop und Lederhose”) geht mit gutem Beispiel voran und sorgt sich um die Ordnung im Internet. Konkret darf sich die Landesanstalt für neue Medien nun auch um die Regulierung von Rundfunk im Internet kümmern. Gegründet wurde die Anstalt seinerzeit um private Rundfunk- und Fernsehkanäle mit (regionaler Bedeutung) mit Lizenzen zu versehen. Das mag auch weiterhin Sinn machen, weil im Äther das Frequenzspektrum nun einmal begrenzt ist. Im Internet ist eine derartige Regulierung aber fehl am Platz, da das Spektrum praktisch unbegrenzt ist. Senden kann ich sobald ich eine IP-Adresse habe, die geroutet wird. und die teilt mir nicht die bayrische Landesanstalt für neue Medien zu.

    Dennoch möchte Bayern Streams mit wenigstens 500 Nutzern regulieren. Man stelle sich das vor: Sie machen als Ergänzung zu einem Podcast einen wöchentlichen Livecast mit 64kBit Audiobitrate. Ihr eigener kleiner Server, den Sie für 30€ im Monat gemietet haben, kommt auch bei 1000 Hörern nicht an seine Grenzen. Das macht dann 1000€ und etwas Wartezeit für die Sendelizenz. Um diese Strafgebühr fürs Podcasten zu unterlaufen müssen Sie Ihre Abonnentenschar künstlich auf 500 Rezipienten begrenzen.

    Die Regelung ist ein herber Schlag für eine pluralistische Gesellschaft, in der Pressefreiheit nicht nur bedeutet, dass man sich aus beliebigen Medien informieren darf, sondern auch, dass einer jedermann das Recht hat, sich journalistisch zu betätigen. Wird die bayrische Regelung in den Rundfunkstaatsvertrag aufgenommen, entsteht eine Zweiklassengesellschaft: hier die stummen Blogs, die mangels Knete auf multimediale Inhalte verzichten und dort die aufgepeppten, die es sich leisten können, schnell mal nen Tausender für den wöchentlichen Live-Cast hinzulegen.

  • Raus aus dem Print, rein ins Internet!

    Als ich vor etwa fünf Jahren mehr oder weniger zufällig zum Dienstleister und Content-Lieferanten für die gedruckte Computerpresse wurde, vollzog sich für mich ein Schritt, den die meisten heute in die andere Richtung gehen. Für jemanden, der seine Tutorials und Workshop-Artikel immer online publiziert hat (und publiziert) war und ist das Web immer das schnellere Medium, aber eben auch ein Medium, das man schwerer mit in den Zug oder aufs stille Örtchen mitnehmen kann und das eine gewisse Flüchtigkeit aufweist. Ich habe es mir daher angewöhnt, Themen fürs Netz anders aufzubereiten als für die Printpresse. Dort kann man mit Boxen und einem geschickten Layout Artikel anders strukturieren als bei eher linear aufgebauten, von oben nach unten zu lesenden Online-Artikeln. Oft spreche ich ein und dasselbe Thema online und in Printmedien an und verweise von einem Medium auf das andere — auf die exklusive Bearbeitung eines Themas für ein Medium verzichte ich mittlerweile. (more…)

  • Fünfmal kreativer Einsatz von openssl

    Als Anwender kennt man OpenSSL vor allem als freie Verschlüsselungsschicht für TCP/IP-Verbindungen — ist man Administrator eines Web- oder Mailservers, denkt man eher an das Kommandozeilentool openssl, mit dem Zertifikate erstellt und signiert werden. Doch gerade das CLI-Werkzeug ist mächtiger, als manch einer denkt und kann ideal für viele Anwendungen jenseits des Zertifikate-Managements verwendet werden.

    1. SSL-Verbindungen testen

    (more…)

  • Ubuntu 8.04 Netbook Remix auf dem EeePC

    Ja, ich habe es getan: Auf Basis einer ganz frischen Ubuntu-Installation habe ich ausprobiert, wie sich Ubuntu Mobile and Embedded, konkret der neue Clutter-Desktop auf dem EeePC 701 anfühlt. Zumindest theoretisch ist Ubuntu auf dem richtigen Weg, eine ähnlich einfache, aber dennoch mächtige Alternative zum Easy Mode des EeePC anzubieten. Aber wie schaut es in der Praxis aus:

    Der Desktop sieht schon einmal gut aus: Programme sind in Gruppen angeordnet über eine Art Tabs verfügbar, auch der Zugriff auf Datenträger ist sinnvoll ausgeführt, insgesamt wirkt die Oberfläche aufgeräumt und gut nutzbar. Ich vermisse ein wenig, dass sich Applets auf dem Desktop positionieren lassen, ein Tick mehr Maemo hätte nicht geschadet.

    (more…)

  • Akoya E1210: Ubuntu 8.04.1 WLAN-Treiber installieren

    Wie bereits zuvor erwähnt, bringt das Medion Akoya E1210 einen Ralink-RT2860PCI-Chipsatz mit, für den ein nativer Treiber existiert, der jedoch konfiguriert und kompiliert werden muss…

    (more…)

  • Akoya E1210: Ubuntu 8.04.1 Alternate Install von USB-Stick

    Dieser Beitrag dürfte für viele Nutzer mit Erscheinen der finalen Version von Ubuntu 8.10 hinfällig sein. Installieren Sie Ubuntu 8.04.1 nur, wenn Sie auf Long Term Support angewiesen sind. Siehe Das perfekte Netbook-Setup: 1. Installation von Ubuntu/Xubuntu 8.10

    So, nach den Startschwierigkeiten gestern klappte nun die Installation von Ubuntu 8.04.1 auf dem Akoya E1210. Als Installationsmedien verwendete ich einen USB-Stick (SD-Karten funktionieren ebenfalls). Bootfiles hierfür habe ich so zusammengestellt, dass auch unbedarfte Nutzer schnell zur Alternate Install kommen dürften:

    (more…)

  • Ubuntu 8.10 und 8.04 auf dem Medion Akoya E1210 (MSI Wind)

    Dieser Beitrag ist mit Erscheinen der finalen Version von Ubuntu 8.10 hinfällig. Siehe Das perfekte Netbook-Setup: 1. Installation von Ubuntu/Xubuntu 8.10

    So, nun habe ich mir doch einmal ein paar Minuten Zeit genommen, um ein Linux auf dem Medion Akoya (MSI Wind) auszuprobieren. Das Zwischenergebnis:

    Ubuntu 8.04

    • Start der Installation per PXE schlug fehl, Rechner hängt einfach irgendwo in der Initrd
    • Boot von der eigentlich für den EeePC 701 gedachten SD-Karte funktioniert einwandfrei
    • On-Board-LAN funktioniert auf Anhieb (Modul r8169)
    • WLAN-Karte mit Chipsatz Ralink RT2860 benötigt einen Treiber von Ralink, die Anpassung einer Konfiguration und das anschließende händische Kompilieren
    • Mit dem aktuellen Ralink-Treiber v1.6.1.0 war unter Ubuntu 8.04 kein Scanning möglich
    • Netzwerke mussten mit wpa_supplicant händisch konfiguriert werden
    • Sound und Micro funktionieren auf Anhieb
    • Webcam, ACPI etc. habe ich noch nicht getestet

    Nachtrag:

    Ubuntu 8.10

    • Installation mit den Netboot-Dateien (per PXE) funktioniert einwandfrei
    • Ralink-Treiber lässt sich nicht gegen Kernel 2.6.26 (RC) kompilieren
    • ACPI-Tasten für Lautstärke, Helligkeit etc. funktionieren hier
  • Netbook-Roundup in Vorbereitung

    So, mittlerweile liegt hier auch ein MSI Wind in Gestalt des Medion Akoya E1210 im Büro, ein EeePC 900 wird in den nächsten Tagen folgen. Dann dürfen beide Geräte zeigen, wie es in Sachen Akkulaufzeit, Nutzbarkeit und Linux-Kompatibilität im Vergleich mit dem EeePC 701 aussieht. Wenn Bedarf besteht (lies: wenn mehr als nur einige Kleinigkeiten gegenüber der Standard-Ubuntu-Installation geändert werden müssen, erstelle ich auch für dem MSI-Wind ein Ubuntu-Image.

  • Frische Xubuntu-Images für den EeePC

    Nach fast sechs Wochen Pause habe ich frische Images für den EeePC erstellt. Es lagen einfach zuviele neue Pakete vor, so dass ein Update des Images von 14. Mai kaum zuzumuten gewesen wäre. Ich habe gleich einige Thesauri und Wörterbücher ausgemistet, bitte diese ggf. nachinstallieren. Ein in den letzten Tagen aktualisiertes Ubuntu trägt bereits die Versionsnummer 8.04.1, was darauf hindeutet, dass eine offizielle Bugfix-Release nicht mehr weit entfernt ist.

    Die Images gibt es wie immer unter eeepc.mattiasschlenker.de, zur Installation bitte die beiden Artikel beachten:

    Könnte ein Eigentümer des EeePC 900 (nicht 901) bitte testen, ob die Images auch auf dem größeren Gerät einwandfrei funktionieren, ich habe noch kein Testgerät erhalten…

  • Firmware seziert: LaCie LaCinema

    Vor ein paar Tagen habe ich mir — aus Bastellaune — einen kleinen Festplatten-DivX-Xvid-Player von LaCie (LaCinema Premier 500GB) zugelegt. Spielkind wie ich nunmal bin wollte ich wissen, was drauf läuft. Also die aktuelle Firmware heruntergeladen und entpackt. Das Archiv LaCinemePremier_FirmwareUpdate_3_10.zip enthält die folgenden Dateien:

    -rw-r--r--  1 mattias mattias     553 2008-04-09 13:57 Changes in firmware version 3_10.txt
    -rw-r--r--  1 mattias mattias 4194304 2008-04-03 18:06 lacinema_premier_fw.bin
    -rw-r--r--  1 mattias mattias 4194304 2008-02-19 15:00 ntd00fw.bin
    -rw-r--r--  1 mattias mattias    7065 2008-04-09 12:02 Update_Procedure.txt

    Interessant sind natürlich besonders die beiden Bin-Dateien. Der Befehl “strings” verschafft schonmal einen Überblick, was drin stecken könnte, da recht viel ausgegeben wird, ist es sinnvoll, nach Begriffen, wie Kernel oder Linux zu greppen. Und bingo:

    (more…)