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  • Neuwagen für 3000€

    Die SZ hat in der heutigen Online-Ausgabe einen recht gut gemachten Artikel zur Lage der chinesischen Automobil-Industrie — und darüber, welche Auswirkungen die Entwicklungen im Reich der Mitte auf die europäischen Märkte haben könnten.

    Wie immer, wenn es um Billigautos geht, musste ich einfach meinen Senf dazu geben und habe einen Leserbrief verfasst, der allerdings ob seiner enormen Länge kaum Chancen auf eine Veröffentlichung haben wird. Wer ihn dennoch lesen möchte, darf das hier tun.
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  • Mandarinente vs. Ente Mandarin

    Nein, eine Mandarinente ist nichts zu Essen. Meine Lieblingsente ist einfach wunderschön “gezeichnet” und immer, wenn mir eine über den Weg läuft, versuche ich sie zu fotografieren. Letztens im Park von Sanssouci und erst heute wieder am Ilzufer. Leider war heute keine Kamera dabei:

  • Einen schönen Schritt weiter….

    Nachdem meine “Firmenwebsite” nun ewig brach lag, habe ich mich endlich dazu durchgerungen, unter http://news.mattiasschlenker.de/ eine Seite für offizielle Neuigkeiten, Pressemitteilungen und alles was “die Firma” (eigentlich “meine Unternehmung”) angeht zu veröffentlichen. Hintergrund ist ganz einfach, dass meine Leser (=Leute, die am Zeitschriftenstand Geld dafür ausgeben, damit sie mich lesen können) nicht in meinem Blog landen. Privat und geschäftlich hat ja nicht soviel miteinander zu tun. Und “Das Rootserverexperiment” spricht ja auch nur eine kleine Zielgruppe an.

    Ich habe mich am Layout von WP verkünstelt. Ihr könnt mir ja bei Gelegenheit mal mitteilen, wie es Euch so gefällt.

  • Grüße aus Sochaux…

    Na also, geht doch! Heute rief Peugeot Deutschland an und teilte mir mit, dass man die Nachrüstung der Stützteller (siehe Federbruch) “selbstverständlich im Rahmen der Kulanz” übernehmen werde. Mir geht es dabei weniger um die 130€, sondern mehr um die Anerkenntnis, dass auch bei nicht vom Rückruf erfassten Fahrzeugen in vielen Fällen ein Risiko besteht, welches die Nachrüstung der Stützteller sinnvoll erscheinen lässt. Fahrer eines Citroën Berlingo oder Peugeot Partner Bj. 1998 oder früher, die nicht von PSA angeschrieben wurden, sollten sich zunächst an ihren Händler oder gegebenenfalls direkt an Peugeot Deutschland wenden.

    Wer Argumente braucht, darf sich von meinem Brief an die Kundenbetreuung inspirieren lassen.

    Eine offizielle Rückrufaktion über das KBA oder wenigstens die Anweisung an alle Händler, auch bei den Fahrzeugen mit geringerem Risiko die Stützteller beim Kundendienst nachzurüsten wäre mir natürlich lieber — immerhin geht PSA mit den derzeit eintreffenden Anfragen sehr professionell um.

    PS: Tachostand bei Federbruch war gerade mal 243.600km…

  • Klammheimlich…

    …hat Renault nun die Preise für den Dacia Logan 1.5dCi veröffentlicht. Ab 9.650€ ist der kleine Selbstzünder in der Ausstattungslinie Ambiance zu haben. Rechnet man die serienmäßige (und sinnvolle Servolenkung) heraus, beträgt die Differenz zum kleinen Benziner gerade 1.550€. Für 11.200€ erhält man den Lauréate und die Option Klima.

    Mir fällt kein vergleichbar günstiger Diesel ein, Volkswagens Fox ist ohne Klima erst ab 11.500€ zu haben. Sicher dürfte der 65PS (oder 68PS? — laut AMS 68PS) starke 1,5er keine Ausgeburt an Spritzigkeit abgeben, die Version mit 86PS wäre sicher angemessener, vom hervorragenden 100PS 1,5dCi wage ich nicht zu träumen, schließlich handelt es sich beim Logan um ein Vernunftauto, dass so schon als Anti-Status-Symbol (“seht her, ich investiere mein Geld sinnvoller”) gedeutet werden kann.

    Update: Offenbar sind die ersten Logan Kombi auf Testfahrten unterwegs…

  • Suse 9.0 discontinued

    Novell hat soeben damit aufgehört, Suse Linux 9.0 zu supporten. Die Einstellung des Supports für Suse 9.1 folgt im Juni. Daraus lassen sich grob die Supportzeiträume für 9.2 und 9.3 abschätzen: die ohnehin kaum eingesetzte 9.2 dürfte zwischen Dezember und März 2007 eingestellt werden,
    9.3 zwischen Juni und Oktober 2007.

    Wer sich jetzt einen Rootserver mit Suse 9.3 holt, muss wahrscheinlich nach weniger als anderthalb Jahren ein volles Update mit allen Risiken fahren.

  • Ätsch, rausgeflogen

    Vor ein paar Wochen habe ich für die in den nächsten Tagen erscheinende “Webselling” einen Artikel zum Thema Suchmaschinenoptimierung erstellt, der ganz stark betonte, dass es gute Rankings nicht geschenkt gibt und Anbieter von Web-Präsenzen in erster Linie durch Content überzeugen sollten — eigentlich klar, oder?

    Von Doorway-Pages, die menschliche Besucher mittels Java-Script auf gänzlich andere Inhalte weiterleiten als sie der Suchmaschine ausliefern, riet ich konsequent ab. Zu groß ist das Risiko, manuell aus dem Index gestrichen zu werden. Heute wies Mario Sixtus darauf hin, dass es nun endlich die Bayrischen Motorenwerke erwischt hat, welche den Hals nicht zu voll kriegen konnten. Google liefert derzeit auf die Anfrage “site:bmw.de” keinen einzigen Treffer.

    Nachtrag (5. Februar 2006):

    Der Goole-Entwicker Matt Cutts (hier zu BMW) kündigt laut Heise an, in Zukunft bei Doorway-Pages stärker gegen Spam vorzugehen. Es freut mich ehrlich gesagt, dass wenigstens Google stärker auf Content achten will. Es gibt immense Optimierungsmöglichkeiten für Suchmaschinen, jedoch sollte man dabei immer den Surfer im Hinterkopf behalten.

  • Von Splittern und Balken

    In den letzten Tagen und Wochen entzündete sich an (recht plump gemachten) Mohammed-Karikaturen einer dänischen Tageszeitung (Jyllands-Posten), für die sich der Herausgeber längst entschuldigt hat, eine hitzige Debatte um die Pressefreiheit und darum, wie böse eigentlich Karikaturen sein dürfen.

    Wir taten uns in den letzten Wochen sehr leicht damit, auf die bösen Moslems zu zeigen, die das mit der Freiheit der Kunst noch nicht verstanden haben. Dass wir selbst noch über einen Blasphemie-Pragraphen (§166 StGB) verfügen, ignorieren wir dabei geflissentlich. Denn der 166 kommt ja nur zur Anwendung wenn der innere Friede gestört ist.

    Dies schien zumindest bei Haderers “Das Leben des Jesus” der Fall: Dutzende Anzeigen prasselten auf Haderer ein — wegen eines liebevoll illustrierten und ansonsten eher zahnlosen Büchleins, bei dem ein bekiffter Jesus durch den nahen Osten springt, auf ein Lagerfeld-Double trifft und schließlich mit Janis Joplin im Himmel sitzt.

    Ernst machte erst die griechische Justiz, die sechs Monate Haft verhängte — massiv unterstützt durch bayrische und österreichische Politiker. Vielleicht sollten wir aufgeklärten Europäer das nächste Mal, wenn wir Toleranz gegenüber Karikaturisten fordern, überlegen wie tolerant wir selbst eigentlich sind.

    Nachtrag (6. Februar 2006):

    Als diese Zeilen entstanden, brannten noch keine Botschaften. Erschreckend ist, dass die Zahl muslimischer Geistlicher und Publizisten, die zur Besonnenheit aufrufen und einen (harten, aber fairen) Diskurs suchen, so verdammt klein ist.

  • Kryptochef

    Alle paar Monate taucht Kryptochef (höchstpersönlich) in sämtlichen Foren des
    Web auf, macht Werbung für eine neue Version seiner Software und brilliert durch Kenntnisse auf dem Gebiet der Kryptographie:

    Warum ist 256 Bit die technisch höchste Verschlüsselungstiefe
    die überhaupt auf Computern möglich ist ?

    Ein Computer kennt immer nur 256 verschiedene Zeichen.

    Noch nicht überzeugt? Dann geht es Ihnen wie mir. Äußert man seine Zweifel, darf man sich schonmal auf die eine oder andere Beleidigung einstellen.

    Immerhin hat Heise recht schnell reagiert und den heutigen Thread entschärft. In den nächsten Tagen dürfte die Google-Suche nach “Kryptochef” weitere interessante Threads zu Tage fördern, viel Spaß bei der Suche!

  • Heim ins Reich

    Willkommen zurück im Reich, liebe Österreicher! Österreich ist wieder Teil Deutschlands — konkret Niedersachsens. Jedenfalls fühlt sich das niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit für die korrekte Anbieterkennzeichnung österreichischer Teledienstanbieter zuständig. Nicht schlecht!

    Die hierzulande praktizierte Vorgehensweise, deutsche Gesetze auf ausländische Web-Angebote anzuwenden, die für Deutsche bestimmt sein könnten, mag bei den Herren Zündel und Co. ja noch Sinn machen. Diese Keule wegen zivilrechtlichen Lappalien in Rechtssystemen zu schwingen, die unserem sehr ähnlich sind, ist dagegen mehr als peinlich. Und das wegen einem Blogger, der über einen mutmaßlichen Linksbusfahrer meckerte…