Etwa neun Monate ist es her, dass ich die letzte Chroot-Umgebung bereitgestellt habe. Zwar ist uClibc noch immer auf dem Stand 0.9.29, doch Busybox hat gewaltige Fortschritte gemacht und ist in Version 1.9.1 erhältlich. Viele Applets verhalten sich nun kompatibler zu den GNU-Tools, es sind neue dazugekommen und problematische aussortiert worden. Insgesamt ist der Bau des “4MB-Mini-Linux” mit der neuen Busybox jetzt deutlich einfacher.
Category: Linux
-
EeePC: Ubuntu 8.04 (Alpha) updaten & ACPI-Module installieren
Ubuntu 8.04 schreitet in Riesenschritten voran und möchte beinahe täglich mit neuen Paketen auf den aktuellsten Stand gebracht werden. Wegen wechselnder Paketabhängigkeiten und -aufteilungen ist das nicht ganz einfach. Mehr Funktionalität rüsten die ACPI-Module nach, welche das Ein- und Ausschalten von Kamera und WLAN auf der Kommandozeile erlauben.
-
EeePC: Fertiges Ubuntu 8.04 Image für SD-Karte [Update]
Mit Erscheinen von Ubuntu 8.10 und der Auffächerung der EeePC-Palette ist das hier vorgestellte Image für die meisten Benutzer hinfällig geworden. Falls Sie es dennoch testen wollen: Das angebotene Image funktioniert nur auf EeePC 701 und mit geringem Mehraufwand auf EeePC 900. Atom-basierte EeePCs werden nicht unterstützt.
Ich rate daher eher zur Installation von USB-Stick (als Ziellaufwerk kann auch eine SD-Karte dienen) wie hier beschrieben: Das perfekte Netbook-Setup: 1. Installation von Ubuntu/Xubuntu 8.10
Wer sein Xandros nicht “wegflashen” möchte, kann Ubuntu 8.04 auf SD-Karte installieren. Sie kommen damit in den Genuss aktuellster Software wie Firefox 3.0 Beta 3, Microsofts Truetype-Schriften (sehr gut lesbar auf dem kleinen Display), einem aktuellen VLC, Rhythmbox als MP3-Player und und und… Die Installation kann mit dem von uns vorbereiteten Image auf einer 4GB-SD-Karte oder einem USB-Stick (oder größer) erfolgen und ist mit einem Kommado erledigt. Das Image basiert auf dem vorangegangenen Artikel, involviert also keine schwarze Magie, sondern nur eine relativ saubere Ubuntu-Installation. Die obligatorischen Screenshots folgen weiter unter.
-
Ubuntu 8.04 auf dem EeePC [Update]
Dieser Beitrag ist mit Erscheinen der finalen Version von Ubuntu 8.10 hinfällig. Siehe Das perfekte Netbook-Setup: 1. Installation von Ubuntu/Xubuntu 8.10Mit relativ geringem Aufwand lässt sich Ubuntu 8.04 (getestet wurde Alpha 4 Update:
Alpha 6Beta 1final) auf dem EeePC installieren. Einzige Hürde ist der Start der Installation, für den wir einen bootfähigen USB-Stick vorbereitet haben. Die Bootdateien können Sie herunterladen und mit ihnen den Stick unter Linux oder Windows bootfähig machen. Die eigentliche Installation erfolgt dann über den Ethernetadapter (und Ihren DSL-Router) übers Internet. Das so installierte Ubuntu entspricht (bis auf zwei Dateien) der Standardinstallation — es müssen also keine unregelmäßig aktualisierten zusätzlichen Repositories eingebunden werden, was mittelfristig der Wartbarkeit sicher entgegenkommt.Auch die Installation auf SDHC (SD High Capacity mit 4GB oder mehr) oder eine externe USB-Festplatte ist problemlos möglich. So kann das Xandros auf “Platte” verbleiben und Ubuntu gefahrlos getestet werden.
So sieht’s aus:
Und so geht’s: (more…)
-
Kernel 2.6.24 auf dem EeePC
Bereits im letzten Beitrag bin ich kurz auf die Installation von Ubuntu 8.04 (Alpha 4) auf dem EeePC eingegangen, mittlerweile habe ich das kleine schwarze ausgepackt und ein Ubuntu darauf installiert. Allerdings habe ich nicht das auf dem Flash installierte Xandros platt gemacht, sondern Ubuntu auf einer externen Festplatte installiert. Gestartet wurde die Installation mit dem Netboot-Image von Ubuntu:
-
Linux zum Abgewöhnen
Die letzten Tage hatte ich einen weissen Asus EeePC für einen Artikel (Test, Modding, Installation anderer Distributionen), der in etwa zwei Wochen in der Zeitschrift linuxlife erscheinen wird. Das Testgerät mit US-Tastatur ist auf dem Weg zurück in die Redaktion in München und weil weitere Zeitschriften Workshops zum EeePC geordert haben, steht neben mir noch ein schwarzes, noch originalverpacktes.
-
SuSE 10.0 discontinued
Die Ende 2005 erschienene SuSE 10.0 war die erste Nürnberger Distribution mit offener Beta-Phase, im Gegensatz zu den Vorgängern war sie sofort als Open Source Variante zum Download verfügbar. Angesichts der recht konservativen Softwareauswahl wäre aus technischer Sicht die Versionsnummer 9.4 wohl angemessener gewesen. Dennoch erlangte die 10.0 bei Providern nicht die Beliebtheit der Vorgängerversion 9.3.
Nun ist es also so weit: 10.0 wird abgekündigt, es folgen keine Updates mehr. Wer noch eine 10.0 oder 9.3 fährt, sollte schleunigst auf eine neuere Version umsteigen. Leider war der Update-Pfad in den letzten zwei Jahren bei SuSE besonders steinig: Gerade der zuerst in 10.1 eingeführte und den folgenden Versionen wieder entfernte Zenworks Management Daemon zickt gerne — eine saubere Neuinstallation ist deshalb oft die beste Lösung, glücklicherweise ist die per VNC problemlos durchzuführen, auch wenn man keinen physikalischen Zugriff auf den Server hat.
Mein Kritikpunkt der letzten Abkündigung, dass einige Anbieter von Rootservern noch die abgekündigte Version im Angebot haben, ist dieses Mal nicht nötig: Die meisten großen haben den direkten Sprung von 9.3 auf 10.1 vollzogen. Spannend wird es also wieder in sechs Monaten, wenn 10.1 abgekündigt wird.
-
Durchgereicht: PCI passthrough bei Xen 3.2rc
Update, 17. Januar 2008: Xen 3.2 final wurde heute veröffentlicht. Golem berichtet darüber.
Ein großes Problem bei vielen Virtualisierungstechnologien ist die fehlende Möglichkeit, in einem Gastsystem “rohen” Zugriff auf einzelne Hardwarekomponenten zu erhalten. Zwar bieten VMware und andere das Durchreichen von USB-Geräten, doch das ist eine Lösung, die für physikalisch vom Netz des Wirts getrennte Firewalls oder RAID-Subsysteme nicht wirklich akzeptabel ist. Eine interessante Abhilfe bietet Xen, wo mit vertretbarem Aufwand Gäste direkten Zugriff auf PCI-Karten bekommen.
-
Xen relabelled: Sun xVM
Nachdem Oracle bereits vor einigen Tagen seine Xen-Version vorgestellt hat, ist endlich Sun dran: Als xVM wird ein modifizierter (?) Xen-Hypervisor angeboten werden, der Solaris-Instanzen ausführen wird. Das Produkt passt hervorragend in Suns Angebotspalette: Wer Solaris virtualisieren wollte, musste bislang zur recht teuren Niagara-Architektur greifen — bei dieser gibt es einen massiv in Hardware unterstützten Hypervisor gratis dazu. Zu Einstiegspreisen ab ca. 3000€ netto bekommt man zwar gut auf I/O und Multithreading optimierte Hardware und die Möglichkeit dutzende Linux- und Solaris gleichzeitig zu starten, muss aber auf x86-Binärkompatibilität verzichten. Daneben bietet Sun mit den Solaris Zones eine Containerlösung, die ähnlich den BSD-Jails, Linux-VServer oder OpenVZ funktioniert — performant aber nicht ideal, es hilft auch nicht, dass man in eine Solaris-Zone dank Linux-ABI einen Linux-Container stecken kann: Es bleibt ein Solaris-Kernel mit allen Eigenheiten.
Bleibt zu hoffen, dass xVM nicht mit den langsam etablierten Xen-Schnittstellen bricht. Ich möchte in der Lage sein, auf einem normalen Xen eine openSOLARIS-Instanz auszuführen und umgekehrt unter xVM Linux-Instanzen mit xenifiziertem Distributionskernel. Dass ich viel Xen nutze, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Ich durfte in der letzten Zeit so auch die Nachteile von Xen kennenlernen. Insbesondere Wünsche ich mir eine einfache Möglichkeit, leichtgewichtige Virtualisierung (aka Chroot-Erweiterungen) auf schwergewichtiger Virtualisierung (aka Xen) nutzen zu können — und so letztlich mehr aus der Hardware rauszuquetschen als mit Xen und dennoch deutlich flexibler zu sein als nur mit leichtgewichtiger Virtualisierung.
Scheint, dieser Traum könnte mit openSOLARIS-Zones auf Xen Wirklichkeit werden.
-
Browserbasteleien
Ich warte ja schon seit einer Weile auf eine offene, freie, schnelle Firefox-Alternative. Dazu wünsche ich mir Plugin-Kompatibilität mit Firefox und die Wahl zwischen einem Gtk+- und einem Qt-Interface. Wunschtraum? Mitnichten. WebKit, die Browser-Engine, die als KHTML begann, von Apple weiterentwickelt wurde und nun — nach einigen Querelen — die Basis für künftige KDE-Browser abgibt, kann all das.WebKit ist derzeit Hype: Origyn auf Internet Tablets wird Webkit als Engine verwenden, Safari kommt auch für Windows und Linuxer, die kein KDE wollen werden mit einem WebKit-Epiphany bedient. Dazu bringt Qt4.4 — und damit viele Windows-Anwendungen künftig Webkit als Rendering-Engine für Helpfiles etc. Webdesigner werden also nicht drumrumkommen, WebKit in die Liste der Testbrowser aufzunehmen.
Spasseshalber hab ich mir deshalb mal unter Gutsy Webkit aus dem SVN gezogen. Mondaybynoon zeigt recht gut, wie das geht. Der Startbefehl war beim Build vom 3. November 2007 etwas anders, aber ansonsten läuft das Ding:
WebKit/WebKitBuild/Release/bin/QtLauncherViel Browser ist noch nicht zu sehen: Es gibt keine Möglichkeit, die Schriftgröße zu setzen und die Navigation ist noch ziemlich einfach (vor, zurück, neu laden und abbrechen). Dennoch kann man sich bereits einen Eindruck über Bugs, Fähigkeiten und Geschwindigkeit verschaffen — trotz sehr geschwätziger Debug-Meldungen.
